Gesunde Ernährung -

Regelmäßig Fisch auf den Tisch

Herz-Kreislauf-Krankheiten sind in Deutschland immer noch die Todesursache Nummer 1. Die Ernährung ist ein Faktor, der diese Krankheiten beeinflussen kann.

Insbesondere n-3 Fettsäuren können das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten mindern. Welchen gesundheitlichen Nutzen hat der Verzehr von Fisch, der reich an langkettigen n-3 Fettsäuren ist? Grund für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), das Lebensmittel genauer unter die Lupe zu nehmen.

In einer umfassenden Literaturrecherche analysierte die DGE mehr als 50 Studien zum Fischverzehr und deren Einfluss auf ernährungsmitbedingte Krankheiten und kommt zu dem Schluss: Ein regelmäßiger Fischverzehr – insbesondere von fettreichem Fisch – kann das Risiko für tödlichen Herzinfarkt, ischämischen Schlaganfall und Fettstoffwechselstörungen mindern. Letzteres ist dadurch bedingt, dass regelmäßiger Fischverzehr die Triglyceridkonzentration im Blut reduziert und die HDL-Cholesterolkonzentration erhöht. Der Einfluss auf das Bluthochdruckrisiko ist derzeitig nicht eindeutig. Hierzu sind weitere Studien nötig, um mögliche Effekte nachzuweisen. Die DGE empfiehlt ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche, davon 70 g fettreichen Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering.

Mitverantwortlich für diese positiven Effekte sind vermutlich die langkettigen n-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Bereits die Ergebnisse der evidenzbasierten DGE-Leitlinie „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“ veranschaulichten, dass EPA und DHA die Triglyceridkonzentration im Blut mit überzeugender Evidenz und das Risiko für die koronare Herzkrankheit mit wahrscheinlicher Evidenz mindern. Allerdings war der günstige Einfluss auf die Triglyceridkonzentration im Blut nur bei einer Zufuhrmenge von n-3 Fettsäuren zu beobachten, die mit der Nahrung nicht zu erreichen ist. Mit ihrer aktuellen Fachinformation „Fischverzehr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“[2] zeigt die DGE den direkten Zusammenhang zwischen einem Lebensmittel und dem risikosenkenden Effekt auf ernährungsmitbedingte Krankheiten.

www.dge.de

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