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Preistrend für Schweine und Rinder setzt sich fort

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Oktober 2021 um 16,3 % höher als im Oktober 2020, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Gegenüber September 2021 stiegen die Preise um 2,8 %. Die Preise für tierische Erzeugnisse lagen im Oktober 2021 um 10,8 % über denen des Vorjahresmonats. Im September 2021 hatte der Preisanstieg 7,9 % betragen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die gestiegenen Milchpreise zurückzuführen. Im Oktober 2021 lag der Milchpreis um 14,2 % über dem Vorjahresniveau.

Preistrend für Schweine und Rinder setzt sich fort
Die Preise für Rinder haben sich im Oktober 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24,7 % erhöht. -

Bei Schlachtschweinen setzte sich der schon in den vergangenen Monaten beobachtete Trend fallender Preise in abgeschwächter Form fort. Im Oktober 2021 gingen die Preise leicht um 2,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Der Preisrückgang ist vor allem auf eine geringe Nachfrage im Handel und Export aufgrund eines allgemein sinkenden Konsums von Schweinefleisch zurückzuführen.

Die Preise für Rinder haben sich im Oktober 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24,7 % erhöht. Der Trend der vergangenen Monate setzte sich damit fort. Im Wesentlichen sind diese auf die gesunkene Produktion bei gleichzeitig gestiegener Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher zurückzuführen. Bei Schafen und Ziegen wurden ebenfalls weiterhin steigende Preise beobachtet (Oktober 2021 gegenüber Oktober 2020: +19,3 %).

Preise für Kartoffeln und Raps steigen weiter

Vor allem die Preise für pflanzliche Erzeugnisse, erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat. Sie lagen im Oktober 2021 um 24,4 % höher als im Oktober 2020. Dies ist unter anderem auf die seit längerem steigenden Getreidepreise zurückzuführen. Diese lagen im Oktober 2021 um 36,9 % über dem Vorjahresniveau und damit noch etwas höher als im Vormonat September 2021. Hier hatte die Veränderung bereits +33,3 % betragen. Ausschlaggebend für die Preissteigerungen bei Getreide ist die hohe Nachfrage sowohl bei deutschen Mühlen als auch aus dem Ausland.

Bemerkenswert ist der Preisanstieg beim Handelsgewächs Raps. Er verteuerte sich im Oktober 2021 gegenüber Oktober 2020 deutlich um 62 %. Dies ist die höchste Preissteigerung gegenüber dem Vorjahresmonat seit Juli 2008. Im September 2021 betrug die Veränderung gegenüber dem Vorjahr bereits +49,2 %. Der Aufwärtstrend liegt hier vor allem am weltweit sinkenden Angebot bei gleichzeitig hoher Nachfrage, beispielsweise für die Energiegewinnung.

Auch Speisekartoffeln verteuerten sich nochmals. Im Oktober 2021 stiegen die Preise im Vergleich zum Oktober 2020 um 43,5 %. Dies ist die höchste Preissteigerung seit August 2019. Dies ist vor allem auf witterungsbedingt geringe Erntemengen zurückzuführen. Im September 2021 betrug die Veränderung gegenüber dem Vorjahr bereits +35,5 %. Im Zeitraum von September 2019 bis Juli 2021 waren die Preise im Vorjahresvergleich noch durchgehend rückläufig gewesen.

Für Pflanzen und Blumen erhöhten sich die Preise im Oktober 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,7 % Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die steigenden Preise bei den Baumschulerzeugnissen (+24,3 %). Gründe hierfür liegen in steigenden Produktionskosten und dem knappen Angebot.

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