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PHW-Gruppe erzielt Umsatzplus

Umsatzwachstum um 4,1 Prozent von 2,48 Mrd. Euro auf 2,58 Mrd. Euro, erneute Steigerung des Investitionsvolumens von 191,3 Mio. Euro auf 232,5 Mio. Euro in vorwiegend deutsche Standorte und neue Geschäftsfelder, Erhöhung der Produktionsmenge sämtlicher Tierwohlprodukte in Deutschland auf 80 Prozent im Jahr 2019 – so liest sich die Bilanz der PHW-Gruppe, Rechterfeld.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Stichtag 30.06.2018) ist der PHW-Gruppe ein Umsatzplus von 4,1 Prozent gelungen, was vor allem auf die Wiederaufnahme der Produktion der Oldenburger Geflügelspezialitäten in Lohne, den steigenden Geflügelfleischverbrauch sowie die sich gut entwickelnden ausländischen Gesellschaften zurückzuführen ist.

Darüber hinaus hat sich das niedersächsische Familienunternehmen mit hohen Investitionen von über 232,5 Mio. Euro (Vorjahr 191,3 Mio. Euro) vorwiegend in die deutschen Standorte gut aufgestellt, um der weiterhin steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Geflügel nachzukommen – nach Schätzungen des Branchendienstes Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch im Jahr 2018 auf 21,9 kg (Vorjahr: 21,0 kg) deutlich gestiegen. Zudem ist es gelungen, die Produktionsmenge sämtlicher Tierwohlprodukte auf 60 Prozent zu steigern – für das laufende Geschäftsjahr hat sich die PHW-Gruppe eine Erhöhung auf rund 80 Prozent zum Ziel gesetzt.

Wachstum durch Vielfalt

Gleichzeitig hat sich die PHW-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr neu aufgestellt und positioniert sich künftig als Anbieter von hochwertigen Proteinprodukten. Durch die strategischen Partnerschaften mit dem israelischen Start-up SuperMeat, den amerikanischen Unternehmen Beyond Meat und Good Catch Foods sowie der kanadischen Firma Enterra Feed Corporation widmet sich die PHW-Gruppe verstärkt dem neuen Geschäftsbereich der alternativen Proteinquellen. „Unsere Investitionen in diesen Bereich sehen wir als eine Möglichkeit, durch Vielfalt zu wachsen. Wir wollen unser Kerngeschäftsfeld durch die Weiterentwicklung unseres konventionellen Geschäftes sowie durch die Steigerung unserer Tierwohlkonzepte vorantreiben und gleichzeitig den Bereich der alternativen Proteinquellen stark ausbauen. Konkret bedeutet dies, dass wir das Wachstum des pflanzenbasierten Lebensmittelsektors nicht als Bedrohung für unser bestehendes Kerngeschäftsfeld sehen, sondern als Chance“, erklärt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe.

Positive Entwicklung des Kerngeschäftsfeldes

Im Kerngeschäftsfeld Geflügelspezialitäten wächst die PHW-Gruppe um 1,7 Prozent von rund 1,38 Mrd. Euro auf 1,40 Mrd. Euro. Mit den Geflügelgesellschaften im Ausland legte die PHW-Gruppe ebenfalls erneut zu: Die polnischen, bulgarischen und niederländischen Beteiligungen steuerten rund 523,5 Mio. Euro (Vorjahr 477,6 Mio. Euro) zum Gesamtumsatz der PHW-Gruppe bei, der im Geschäftsjahr 2017/18 insgesamt um 4,1 Prozent auf 2,58 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,48 Mrd. Euro) stieg. Der Absatz der Geflügelspezialitäten für Hähnchen, Pute, Ente, Convenience und Wurst hat sich bei der PHW-Gruppe um insgesamt 8,0 Prozent auf 782.858 t (Vorjahr: 724.609 t) erhöht. Während der Absatz bei Hähnchen um mehr als zehn Prozent gestiegen ist, verzeichneten der Puten- und Entenbereich leichte Absatzrückgänge. Der Convenience-Bereich hat sich erneut positiv entwickelt.

Auch die Mitarbeiterzahl stieg um 207 Mitarbeiter von 6.772 auf 6.979. Dies ist vor allem auf die Wiederaufnahme des Betriebs in Lohne, die neue Betriebsstätte der Allfein Feinkost in Laage sowie die positive Entwicklung der Nutrilo in Cuxhaven zurückzuführen.

Hohe Investitionen und Fortentwicklung der Tierwohl-Programme

Mit 232,5 Mio. Euro (Vorjahr: 191,3 Mio. Euro) investiert die PHW-Gruppe erneut nachhaltig in die vorwiegend deutschen Standorte. In den Wiederaufbau der beiden Betriebe in Bogen und Lohne flossen allein 133,4 Mio. Euro. Weitere nennenswerte Investitionen tätigte die PHW-Gruppe in die Erweiterung der Convenience-Kapazitäten durch den Erwerb eines Produktionsbetriebes in Laage als vierte Betriebsstätte der Allfein Feinkost und die Errichtung einer neuen Produktionsanlage für die GEPRO Geflügel Protein Vertriebsgesellschaft in Bogen. Mit der polnischen Drobimex, der bulgarischen Ameta und der niederländischen Esbro profitierten ebenfalls die ausländischen Standorte von den Investitionen in Modernisierung und Erweiterung in Höhe von 32 Mio. Euro.  

Im Bereich Forschung & Entwicklung steigerte die PHW-Gruppe die Aufwendungen auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) und investierte stark in die Produktentwicklung sowie in Maßnahmen zur Qualitätssicherung und die Fortentwicklung der bestehenden Tierwohl-Programme. Die Partnerlandwirte der PHW-Gruppe ziehen neben der konventionellen Haltung mittlerweile Geflügel im Rahmen von sechs verschiedenen Haltungskonzepten auf. Hierzu zählen die Initiative Tierwohl, Wiesenhof Privathof-Geflügel, Beter Leven, Kip van Morgen, Gilde-Huhn und Donautaler Premium Geflügel (Schweizer Tierschutzstandard). Vor diesem Hintergrund ist es dem Unternehmen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres gelungen, rund 3,3 Millionen Tiere wöchentlich (Vorjahr: 1,7 Millionen Tiere) im Rahmen von Tierwohlprogrammen aufzuziehen und somit die Menge gegenüber dem Vorjahr fast zu verdoppeln. „Unser nächstes Ziel ist es, die Produktionsmengen sämtlicher Tierwohlprodukte im Jahr 2019 auf 80 Prozent zu steigern“, so Peter Wesjohann.

www.phw-gruppe.de

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