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PHW-Gruppe erzielt leichtes Umsatzplus

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Stichtag 30.06.2017) ist der PHW-Gruppe, Rechterfeld, ein leichtes Umsatzplus gelungen, trotz zweier Großbrände in Bogen und Lohne. Darüber hinaus hat sich das Familienunternehmen mit Investitionen von über 191,3 Mio. Euro für die Zukunft gut aufgestellt und verfolgt außerdem ambitionierte Ziele im Tierwohlsegment.

Im Kerngeschäftsfeld Geflügelspezialitäten musste die PHW-Gruppe aufgrund des Großbrandes in der Schlachterei Oldenburger Geflügelspezialitäten (Lohne) im März 2016 einen leichten Umsatzrückgang um 0,7 Prozent auf rund 1,37 Mrd. Euro verzeichnen. Der Betriebsausfall in Lohne zeigte auch Einfluss auf das Exportgeschäft: Hier sank der Anteil von 20,1 Prozent auf 16,0 Prozent, da der heimische Markt mit Priorität bedient wurde. Mit den Geflügelgesellschaften im Ausland legte die PHW-Gruppe erneut leicht zu: Die polnischen, bulgarischen und niederländischen Beteiligungen steuerten rund 477,6 Mio. Euro (Vorjahr 471,2 Mio. Euro) zum Gesamtumsatz der PHW-Gruppe bei, der im Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt um rund ein Prozent auf 2,48 Mrd. Euro stieg.

Der Absatz der Geflügelspezialitäten für Hähnchen, Pute, Ente, Convenience und Wurst hat sich bei der PHW-Gruppe um insgesamt 4,2 Prozent auf 724.609 t erhöht. Während der Absatz bei Hähnchen aufgrund der beiden Brände in Bogen und Lohne zurückgegangen ist, haben sich der Wurst- und Convenience-Bereich sowie die Auslandsgesellschaften positiv entwickelt.

Die weiteren Geschäftsfelder der PHW-Gruppe blicken auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurück. Der Geschäftsbereich „Tierernährung und -gesundheit“ ist um 3,3 Prozent gestiegen. Ein starkes Umsatzwachstum von 17,8 Prozent konnte der Geschäftsbereich „Humanernährung und -gesundheit“ mit der weltweit tätigen Cuxhavener Nutrilo GmbH verbuchen.

Investitionen in Verwirklichung von Nachhaltigkeitsaspekten

Mit 191,3 Mio. Euro (Vorjahr: 238,7 Mio. Euro) investiert die PHW-Gruppe erneut nachhaltig in die vorwiegend deutschen Standorte. Allein 65,7 Mio. Euro sind in den Wiederaufbau der Oldenburger Geflügelspezialitäten in Lohne geflossen. Weitere Großinvestitionen kamen der Anhaltinischen Geflügelspezialitäten GmbH (Möckern) mit dem Bau einer neuen Schlachthalle mit Sozialtrakt zugute. Ebenso wurde in der Märkischen Geflügelhof-Spezialitäten GmbH (Königs Wusterhausen) in die Optimierung der Produktionsprozesse investiert. Bei Allfein Feinkost (Zerbst) wurden neue Produktionstechnologien ausgebaut. Alleine 9,7 Mio. Euro flossen in Investitionen unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, wie beispielsweise Maßnahmen zur Ressourcenschonung und Emissionsreduktion. Mittlerweile sind sechs Standorte der PHW-Gruppe nach dem branchenübergreifenden Standard „Nachhaltiger Wirtschaften Food“ des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) zertifiziert – die PHW-Gruppe ist nach eigenen Angaben damit bislang das einzige Unternehmen der Fleischbranche, das sich nach diesem Standard hat prüfen lassen.

Im Bereich Forschung & Entwicklung steigerte die PHW-Gruppe die Aufwendungen auf 2,3 Mio. Euro und investierte beispielsweise in die weitere Entwicklung alternativer Haltungsformen.

Ambitionierte Ziele im Tierwohlsegment

Eine nennenswerte Entwicklung hat die Produktionsmenge an Tierwohlprodukten innerhalb der PHW-Gruppe genommen: Anfang 2016 wurden pro Woche noch rund 500.000 Tiere aus den verschiedenen Tierwohl-Konzepten geschlachtet. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte diese Produktionsmenge mit rund 1,7 Mio. Tieren pro Woche mehr als verdreifacht werden. Das sind rund ein Drittel der deutschen Produktion der PHW-Gruppe. „Unser nächstes Ziel ist es, die Produktionsmengen sämtlicher Tierwohlprodukte im Jahr 2018 auf 60 Prozent zu steigern“, sagt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe.

www.phw-gruppe.de

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