Ernährungsberatung -

Nüsse in Maßen und ungesalzen genießen

Wer Lust auf eine Knabberei hat, greift immer häufiger zu Nüssen und Nuss-Frucht-Mischungen. Die Vielfalt der Produkte ist groß, meldet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Neben salzigen Snacks und dem klassischen Studentenfutter finden Verbraucher auch Mischungen edler Sorten im Supermarktregal.

Dabei ist nicht jede „Nuss“ auch botanisch eine Nuss. Pekannüsse, Kokosnüsse, Mandeln und Pistazien zählen zum Beispiel zu den Steinfrüchten, während die Erdnuss eine Hülsenfrucht ist. Hasel- und Walnüsse sind dagegen „echte“ Nüsse.

Nüsse sind im Rahmen einer vollwertigen und planetarischen Ernährung eine gesunde Ergänzung für den Speiseplan. Sie versorgen den Körper mit vielen Nährstoffen wie Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin E und Mineralstoffen wie Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphor. Die enthaltenen Polyphenole sind Antioxidantien und helfen gegen oxidativen Stress. Besonders wertvoll sind die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die das Herz schützen und sich günstig auf die Blutfettwerte auswirken. Aufgrund des hohen Kaloriengehalts sollte aber nicht mehr als zwei Handvoll pro Tag (50 g) geknabbert werden.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind naturbelassene Produkte die beste Wahl. Gesalzene Nüsse erhöhen die Speisesalzzufuhr und sollten daher nur selten genascht werden. Die meisten Deutschen essen ohnehin zu salzreich und überschreiten die empfohlenen Mengen von höchstens 6 Gramm am Tag. Das kann auf Dauer der Gesundheit schaden und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Übergewicht erhöhen.

Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Aufgrund des hohen Fettgehalts werden Nüsse schnell ranzig und sollten daher an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufbewahrt werden.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

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