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Neues Verpackungsgesetz: IPV-Mitglieder unterstützen die Kunden

Seit 1. Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz. Ziel des Gesetzes ist es vor allem, mehr Abfälle aus privaten Haushalten zu recyceln und die Recyclingquoten zu erhöhen. Es gilt das Gesetz der erweiterten Produktverantwortung. Das bedeutet, dass jeder, der gefüllte Verpackungen in Umlauf bringt, auch für ihre Rücknahme und Verwertung verantwortlich ist.

Jeder Hersteller eines verpackten Produkts, das beim privaten Endverbraucher landet, muss die dafür verwendete Verpackung bei einem dualen System lizenzieren und sich in einem neu eingerichteten Register namens „Lucid“ bei der zentralen Stelle anmelden. „Lucid“ ist seit 6. September 2018 online. Der Gesetzgeber will mit der zentralen Stelle kontrollieren, ob die Hersteller ihre Verpackungsmengen gesetzeskonform für das Recycling angemeldet haben.

Der Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V. (IPV), Frankfurt am Main, bietet hierzu umfassende Hilfestellung und Informationen an. Die Mitgliedsunternehmen übernehmen häufig für ihre Kunden die Registrierung für Serviceverpackungen. Der Vorlieferant entlastet die oft kleineren Kunden damit von der Registrierung und der Datenmeldungen an die zentrale Stelle sowie an ein duales System. Auf seiner Website www.ipv-verpackung.de bietet der IPV unter anderem ein Merkblatt zum Verpackungsgesetz an. „Die Erhöhung der Recyclingquote vor dem Hintergrund, bei der Entwicklung des Produkts bereits die Verwertung nach Gebrauch zu berücksichtigen, sehen wir als überaus positiven Ansatz“, sagt Klaus Jahn, Vorstandssprecher des IPV. „Wir begrüßen auch die Stärkung des Wettbewerbs in der Kreislaufwirtschaft. Gleichwohl warnen wir vor einer überzogenen Bürokratie, die besonders für kleinere und mittelständische Unternehmen unserer Branche nur schwer umzusetzen ist“.

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