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Nährwertkennzeichnung: Der Nutri-Score soll kommen

Vor allem verarbeitete Lebensmittel sollen gekennzeichnet werden, um die Nährwertqualität besser zu erkennen. Verschiedene Modelle stellte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf den Prüfstand. Letztlich haben die Konsumenten entschieden: Die Verbraucherforschung ergab als klaren Favoriten den Nutri-Score, der Ende September von Bundesministerin Klöckner vorgestellt wurde. Er zeigt über eine farbige Skala von A bis E (grün bis rot) die Einschätzung zum Nährwert eines Produkts.

Der Nutri-Score basiert auf einem Rechenmodell. Dabei werden ungünstige und positive Nährwerteigenschaften mit Punkten bewertet. Dann wird beides miteinander verrechnet. Heraus kommt ein Gesamtwert, der Nutri-Score. Er wird in Farben und Buchstaben angezeigt, A und Grün für die höchste Qualität. Rot und den Buchstaben E bekommen Produkte mit der niedrigsten Nährwertqualität. Mit dem System lässt sich jedes verpackte Lebensmittel kennzeichnen und auch innerhalb einer Produkt­gruppe vergleichen.

Wichtigste Anforderung an eine erweiterte Nährwertkennzeichnung ist, dass sie leicht zu erfassen ist und eine schnelle Orientierung beim Einkauf bietet. „Ein solches System darf nicht anstrengend sein und muss die Produktauswahl quasi im Vorübergehen positiv ­beeinflussen“, heißt es in der Studienzusammenfassung. Der Nutri-Score ist auf einen Blick erfassbar, leicht zu verstehen und nutzt die eingängige, bereits gelernte (und vom Verbraucher erwartete) „Ampelfarbwelt“, etwa aus der Klassifizierung von Elektrogeräten.

Der Nutri-Score soll eine Orientierungshilfe für eine gesundheitsbewusste Ernährung sein. Als Modell zur freiwilligen Nährwertkennzeichnung kann er dazu beitragen, dass die gesündere Wahl bei verarbeiteten Produkten künftig leichter wird.

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