Messen -

Nachfrage nach „Frei von-Produkten“ boomt

Am 3. und 4. Juni 2014 öffnet die neue europäische Branchenmesse „Free From Food Ingredients“ (FFFI) in Brüssel zum ersten Mal ihre Pforten. Vor dem Hintergrund, dass der Handel mit „Frei von-Produkten“ immer weiter wächst, richtet sie sich an Hersteller von Free From Food-Inhaltsstoffen.

Nach dem erfolgreichen Auftakt der „Free From Food“ (FFF)-Messe in Freiburg im Juni 2013 erweiterte der Veranstalter das Messekonzept entsprechend und bietet nun mit der Zweitmesse FFFI eine übergreifende Veranstaltung für alle Bereiche dieser Branche an.

Nachfrage und Angebot von beispielsweise gluten- und laktosefreien Produkten nehmen weiterhin stark zu. Damit bietet die neue Kombi-Messe eine vielversprechende Plattform für alle Unternehmen, die am Puls der Zeit agieren. „Das Segment der laktosefreien und laktosearmen Lebensmittel in Europa wächst kontinuierlich“, stellt der Geschäftsführer Trends und Innovation David Jago beim Marktforschungsunternehmen Mintel fest. Dabei nimmt Deutschland eine Vorreiterrolle ein. „Bereits eines von zehn neuen Frischeprodukten im Milch-, Dessert- oder Eis-Bereich in Deutschland ist laktosefrei oder laktosearm.“ Nach jüngsten Angaben von Mintel äußern ganze 15 Prozent der deutschen Verbraucher, dass sie keine herkömmliche Milch vertragen.

Jüngste Zahlen belegen: Elf Prozent der deutschen Konsumenten fragen glutenfreie Plätzchen und Kekse nach (Mintel, 2014). Der Bereich glutenfreier Produkte boomt. Hier haben sich Unternehmen wie Naturkosthersteller und FFF-Aussteller Bauck mit Kernkompetenz in den Segmenten Müsli und Backmischungen schon seit Jahren auf glutenfreie Produkte spezialisiert. Gestartet mit einigen wenigen glutenfreien Mehlen sowie Fertigmischungen für Puffer und Falafel, ging Bauck in die Produktentwicklung und in den Auf- und Ausbau glutenfreier Herstellungsprozesse. Mit einer glutenfreien Mühle und einem entsprechenden Labor war das Unternehmen sehr erfolgreich und kann heute ein glutenfreies Sortiment von 38 Bauckhof Markenprodukten vorstellen. Diese sind bundesweit vor allem im Naturkosthandel und Reformhäusern erhältlich. „Auf der letzten FFF haben wir erfahren, dass die Nachfrage nach Allergiker-freundlichen Bio-Produkten steigt“ so Susan Bauck, Leiterin Vertrieb und Marketing bei Bauck. „Wir haben uns mittlerweile darauf spezialisiert, kundenspezifische Rezepturen zu entwickeln und schöpfen immer wieder aus unserem großen Erfahrungsschatz, der sich im Laufe der Produktentwicklung angesammelt hat.“

Ronald Holmann von der Messeorganisation zeigt sich zufrieden mit den Vorbereitungen für die Messe. „Beide Messen, sowohl die FFFI ergänzend in 2014, als auch die FFF als Pilot in Freiburg im letzten Jahr, wurden von führenden europäischen Herstellern der Free From Food-Industrie ins Leben gerufen. Das zeigt eindrucksvoll, wie groß der Bedarf ist, einen Austausch von Experten und Partnern im ‚Free from food’-Sektor zu etablieren.“ Holmann erwartet eine gute Präsenz der in dem Bereich relevanten Unternehmen und eine hohe Besucherzahl an Lebensmittelherstellern, die für die Erzeugung ihrer Produkte Allergen-, Zusatzstoff- oder Intoleranz-freie Inhaltsstoffe verwenden. Zielgruppe der neuen Kombi-Messe FFFI sind vor allem Lebensmitteltechniker, Verantwortliche in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sowie Einkaufsleiter. Die FFF-Messe spricht hauptsächlich Entscheidungsträger und Einkäufer aus dem Lebensmitteleinzelhandel, dem Reformhaus- und Naturkostbereich, der Gastronomie sowie dem Außer-Haus-Markt an.

Die Messe öffnet am 3. und 4. Juni 2014 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr ihre Tore.

www.freefromfoodexpo.com

www.freefromfoodingredients.com

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