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Mit reinem Rauch räuchern

Weltweit ist die Verminderung von CO2-Emissionen, wie sie die Weltklimakonferenz fordert, ein Topthema auf der politischen Agenda. Räuchern mit CleanSmoke soll die CO2-Emissionen gegenüber konventionellen Räucherverfahren um bis zu 83 % senken.

leer Im März 2017 veranstaltete die neugegründete CleanSmoke Coalition ihren ersten Kongress in Frankfurt am Main um über die Vorteile von CleanSmoke aufzuklären. Nun lädt die CleanSmoke Coalition am 17. Oktober 2017 zu ihrem 1. International CleanSmoke Coalition Congress nach Frankfurt ein.

Im April 2016 unterzeichneten 175 Staaten das Pariser Klimaabkommen und bekannten sich damit zu ehrgeizigen Klimaschutzzielen: Zwischen 2045 und 2060 sollen die Treibhausgasemissionen, zu denen auch CO2-Emissionen zählen, auf null heruntergefahren werden. Betreiber von Räucheranlagen können ihre CO2-Emissionen einfach reduzieren, indem sie auf das CleanSmoke-Verfahren umsteigen und auf gereinigten Rauch setzen.

Im CleanSmoke-Verfahren fallen rund 50 % weniger Räuchermaterial an als beim konventionellen Räuchern. Allein dadurch werden die CO2-Emissionen halbiert. Insgesamt lassen sich mit dem CleanSmoke-Verfahren gegenüber der Glimmraucherzeugung über 83 % und gegenüber Friktionsraucherzeugung immer noch mehr als 60 % der CO2-Emissionen einsparen.

Für das CleanSmoke-Verfahren wird gereinigter Rauch eingesetzt – sogenannter CleanSmoke. Hergestellt wird er in einem patentierten Verfahren, bei dem unbehandelte Holzspäne unter kontrollierten Bedingungen und unter Ausschluss von Sauerstoff in einem Raucherzeuger verglimmen. Dieser Rauch wird in Trinkwasser auskondensiert, anschließend gefiltert und so von unerwünschten Bestandteilen wie Asche, Teer und PAKs gereinigt. In den Räuchereien wird aus dem Primärrauchkondensat nur mit Druckluft ein stabiler Rauch frisch erzeugt. Lebensmittel erhalten durch CleanSmoke in der Räucherkammer alles, was Rauch wertvoll macht, zum Beispiel die typische Farbe und den Geschmack von Geräuchertem sowie eine zuverlässige Haltbarkeit. Herausgefiltert werden ganz gezielt nur die Schadstoffe.

Gute Argumente für das Räuchern mit CleanSmoke

Nicht nur die geringeren CO2-Emissionen sprechen für das CleanSmoke-Verfahren – auch insgesamt ist die Ökobilanz des Verfahrens besser als die vergleichbaren Räucherverfahren. Für das im Verfahren eingesetzte Holz müssen Bäume weder zusätzlich gefällt noch über lange Strecken transportiert werden. Auch werden Abluft und Abwasser durch das Verfahren nicht verunreinigt und es fallen auch keine Ascheabfälle an.

Darüber hinaus überzeugt CleanSmoke mit einem Plus an Produktqualität: Weil der Rauch wie gewohnt konserviert, ihm aber bedenkliche Schadstoffe entzogen wurden – die so auch nicht auf die geräucherten Produkte gelangen – garantiert CleanSmoke Lebensmittelsicherheit auf höchstem Niveau. Nicht zuletzt punktet das CleanSmoke-Verfahren durch seine Wirtschaftlichkeit, denn es ist kosteneffizienter als vergleichbare Methoden.

Aufforderung an den LEH

Um CleanSmoke europaweit besser bekannt zu machen, haben sich in einer gemeinsamen Initiative die Hersteller von CleanSmoke, Lebensmittelproduzenten und Händler zur CleanSmoke Coalition (CSC) zusammengeschlossen. Ziel des Bündnisses ist es einerseits, Verbraucher und die interessierte Öffentlichkeit über das Räuchern von Lebensmitteln sowie die Potenziale der CleanSmoke-Verfahren zu informieren und aufzuklären.

Darüber hinaus möchte die CleanSmoke Coalition die Entwicklung des europäischen Rechts und dessen Umsetzung in den Mitgliedsstaaten begleiten. Längst wurde in der Begründung zur EU-Verordnung 2065/2003 der Einsatz von Raucharomen ausdrücklich befürwortet, da diese aufgrund ihrer Fraktionierung und Reinigung von unerwünschten Substanzen als weniger gesundheitsbedenklich angesehen werden als der traditionelle Räucherprozess. Hinzu kommt, dass die CleanSmoke-Technologie von der Europäischen Union im Rahmen von Eco-innovation, einer Initiative zur Markteinführung innovativer Produkte mit positiver Umweltwirkung, gefördert wurde.

Erster internationaler Fachkongress in Frankfurt am Main

Am 17. Oktober 2017 veranstaltet die CleanSmoke Coalition als europäischer Verband ihren ersten internationalen Fachkongress: Auf dem International CleanSmoke Coalition Congress werden in diversen Vorträgen und Diskussionen rechtliche Aspekte beleuchtet sowie ein Überblick über die aktuelle Situation von CleanSmoke in Europa gegeben. Auf der Agenda stehen aber auch nachhaltigkeitsrelevante Themen wie Ressourcen- und Emissionsschutz oder Lebensmittelsicherheit – Themen also, für die sich Verbraucher zunehmend interessieren und die somit auch beim Lebensmitteleinzelhandel an Bedeutung gewinnen.

CleanSmoke Coalition

www.clean-smoke-coalition.eu

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