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Mit Online-Themen den Nerv getroffen

Premiere feierte Ende Mai das „Lebensmittelforum Bremerhaven“. Zu dieser eintägigen Fachveranstaltung reisten rund 120 Branchenvertreter in die Seestadt. Veranstalter war die Bremerhavener Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut ttz und dem Verband Nahrungs- und Genussmittelindustrie Bremen (NaGeB). Weil der Veranstalter und seine Partner mit dem Verlauf des ersten Lebensmittelforums so zufrieden waren, wird es im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben – dann mit einem anderen Schwerpunktthema.

2015 ging es hauptsächlich um Online-Handel und Online-Marketing sowie seine Auswirkungen auf die Lebensmittelwirtschaft. Betont wurde in diesem Zusammenhang, dass neue Trends schlagartig kommen können. Sohrab Mohammed vertreibt über seine Firma Reishunger erfolgreich Reis und erinnerte: „Es passiert von heute auf morgen, und schon war das Kleider-Shopping im Internet Normalität.“ Mohammed ist überzeugt: „Wenn Produkte direkt vom Hersteller gekauft werden können, ist das Vertrauen größer als bei dem Kauf von einem Großhändler.“ Vor allem die pünktliche und vollständige Lieferung entscheide darüber, ob der Service als gut empfunden und wieder beansprucht werde.

Zwar ist der Anteil von Lebensmitteln unter den Interneteinkäufen gegenwärtig noch minimal – von einer „homöopathischen Dosis“ sprach Mark Sievers, Leiter der Abteilung Handel und Konsumgüter bei dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG. Aber internationale Erfahrungen zeigen, dass sich das Blatt schnell wenden kann. In Frankreich, den USA und Großbritannien beispielsweise kaufen bereits viel mehr Menschen Lebensmittel im Internet ein und lassen sie sich nach Hause liefern. Hinzu kommt: Der Internethandel weist für 2013 ein jährliches nominales Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent auf, so Professor Dr. Stephan Seeck, Experte für Logistik und Supply Chain Management an der HTW, Berlins größter Hochschule für angewandte Wissenschaften.

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