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Managementfehler können teuer werden

Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Nicht nur die Chefs großer DAX-Konzerne, auch Führungskräfte in kleinen und mittleren Betrieben müssen damit rechnen, bei Fehlentscheidungen mit ihrem Privatvermögen zu haften.

Welchen Risiken Führungskräfte ausgesetzt sein können und welche Möglichkeiten es gibt, sich vor den Folgen der Haftung zu schützen, weiß der Experte Michael Staschik der Nürnberger Versicherung.

Führungspositionen in Firmen aller Größenordnung sind mit einer enormen Verantwortung verbunden. Dabei erhöhen immer komplexere Prozesse und betriebliche Zusammenhänge die Gefahr, Fehler zu machen. Die Schäden können oft in die Millionen gehen. Geschäftsführer, Aufsichtsräte oder Vorstände haften dann unbeschränkt mit ihrem gesamten Privatvermögen – doch auch leitende Angestellte und Generalbevollmächtigte können zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie ihrem Unternehmen oder Dritten schaden.

Dennoch unterschätzen viele Entscheidungsträger diese Gefahr. Erschwerend kommt hinzu, dass neue Gesetze die Haftungssituation für Unternehmensleiter in den letzten Jahren erheblich verschärft haben. „Es spielt übrigens keine Rolle, ob das Unternehmen eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, inhabergeführt oder eine Aktiengesellschaft ist“, ergänzt Staschik.

„Manager haften für alle Tätigkeiten, die in ihrem Verantwortungsbereich liegen“, erläutert der Experte. „Das kann ein Formfehler sein, das Übersehen eines Fehlers eines Mitarbeiters oder eines Termins.“ Wem gegenüber die Haftung gilt, hängt davon ab, wer geschädigt wird: Trifft der Schaden das Unternehmen oder die Aktiengesellschaft selbst, so spricht man von einer Innenhaftung. Erwirbt beispielsweise der Leiter des Einkaufs Waren zu überteuerten Preisen, kann die Gesellschaft von ihm Schadenersatz in Höhe der Differenz verlangen. Die Außenhaftung betrifft Forderungen von Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, anderen Unternehmen, aber auch von Mitarbeitern oder Behörden. Stellt zum Beispiel ein Geschäftsführer trotz drohender Zahlungsunfähigkeit nicht rechtzeitig einen Insolvenzantrag, so haftet er persönlich für alle Zahlungen, die nach dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung anfallen. Die Haftung umfasst auch Entscheidungen, die bereits Jahre zurückliegen, aber im Zuge des Verkaufs des Unternehmens, einer Unternehmensnachfolge oder einer Insolvenz zu Tage treten.

Schutz vor solchen Haftungsfällen bietet eine sogenannte Directors & Officers (D&O) Versicherung. Sie entspricht in etwa einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung: „Meist schließt das Unternehmen den Versicherungsvertrag für das Management oder einzelne Mitarbeiter aus der Führungsetage ab und übernimmt die Beiträge“, so Michael Staschik. Jeder Entscheidungsträger kann jedoch auch für sich eine D&O Police abschließen und die Beiträge selbst bezahlen. Automatisch sind Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Pfleger, Betreuer, Nachlassverwalter oder Erben abgesichert. Dies kann relevant sein, wenn potentielle Schadensforderungen erst Jahre später aufkommen. Die D&O Versicherung der Nürnberger Versicherung beispielsweise schützt den Versicherten bei einer Verletzung der Sorgfaltspflicht vor den Ansprüchen Dritter (Außenhaftung) sowie vor Ansprüchen des Unternehmens selbst (Innenhaftung). Ausgenommen sind beispielsweise Schäden durch vorsätzliches Handeln und durch wissentliche Pflichtverletzungen. Wichtig: Die Police sollte die sogenannte Rückwärtsversicherung enthalten: „Sie übernimmt die unbegrenzte Deckung für Entscheidungen in der Vergangenheit“, ergänzt der Experte der Nürnberger Versicherung.

www.nuernberger.de

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