Recht -

Mängelrüge unverzüglich anzeigen

Wer eine Ware geliefert bekommt, ist nach deutschem Handelsrecht dazu verpflichtet, die Ware umgehend zu prüfen und eventuelle Mängel anzuzeigen.

Hintergrund hinter dieser Verpflichtung ist es, vermeidbare Folgeschäden vom Lieferanten abzuwenden. Diese Folgeschäden könnten sich aus Gewährleistungsansprüchen, Schadenersatzansprüchen und Ansprüchen auf Nachlieferungen ergeben.

Die Pflicht des Käufers, die Ware unverzüglich nach Warenannahme mit vertretbarem Aufwand zu prüfen, entfällt selbst dann nicht, wenn der Käufer in seinen Einkaufs- und Lieferkonditionen die Verpflichtung der Wareneingangskontrolle einseitig aufheben möchte.

Liegen bei einer gelieferten Ware offene Mängel vor, die also durch eine gebotene Untersuchung bei Anlieferung entdeckt worden wären, dann müssen diese Mängel auch angezeigt werden. Geschieht das nicht, verfällt der Anspruch und die gelieferte Ware gilt als genehmigt.

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