Betrieb-und-Management -

Kündigungsfrist ausreizen ist legitim

Viele Firmenchefs reizen bei einer Kündigung die vertraglichen oder gesetzlichen Fristen bis auf den letzten Tag aus. nach einem neuen Urteil des Bundesarbeitsgerichts (Az. 6 AZR 354/10) ist dagegen nichts einzuwenden: Ein minderjähriger Auszubildender hatte mit dem Betrieb eine Probezeit von drei Monaten vereinbart. Die Firma verschickte die Kündigung so knapp, dass sie erst am letztmöglichen Tag im Briefkasten der Familie lag. Der junge Mann fand das Schreiben und informierte seine Eltern über die Details, weil sie für mehrere Tage verreist waren.

Die Kündigung war wirksam. Begründung: Das Schriftstück sei „rechtzeitig in den Herrschaftsbereich der Eltern gelangt“.

handwerk magazin/emn

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