Ernährungsberatung -

Knoblauchsrauke: Würziges Aroma für Pesto und Salat

Die Knoblauchsrauke ist ein Wildkraut, das Speisen ein knoblauchartiges bis leicht pfeffriges Aroma verleiht. Es ist eine gute Alternative zu Knoblauch und Bärlauch, da es milder schmeckt und nach dem Essen keinen unangenehmen Mundgeruch hinterlässt.

Besonders schmackhaft sind die jungen Blätter und Triebe, die im Frühjahr gesammelt werden können. Sie werden für Kräuterbutter und -quark, grüne Smoothies, Suppen, Soßen und Gemüsepfannen verwendet. Bei warmen Gerichten gibt man die Pflanzenteile erst kurz vor dem Servieren hinzu, da Hitze das Aroma und wertvolle Inhaltsstoffe zerstört. Das Kraut enthält Senfölglykoside und relativ viel Vitamin A und C.

Im Salat kann die Knoblauchsrauke mit Blattsalaten, Brennnessel oder Giersch und Früchten wie Äpfel und Birnen kombiniert werden. Probieren Sie das mild-würzige Küchenkraut auch im Pesto: Blätter und Triebe fein hacken und mit etwas Zitronensaft, Olivenöl, geriebenem Hartkäse und gemahlenen Walnüssen oder Pinienkernen vermengen. Mit Salz abschmecken und in ein Glas füllen. Für einen Essig mit Knoblauchnote werden die Blätter in eine saubere Flasche gegeben und mit Weißweinessig aufgefüllt. Nach einer Woche Ziehzeit abseihen und für sommerliche Salate verwenden.

Die reifen Samen eignen sich als Gewürz, das etwas an Pfeffer erinnert. Für eine Art Senf werden sie mit einer Prise Salz im Mörser zerrieben und mit einem Schuss Essig, etwas Honig und Kurkuma zu einer streichfähigen Masse verarbeitet. Die Ausbeute ist allerdings gering.

Botanisch gesehen ist die Knoblauchsrauke ( Alliaria petiolata), auch Lauchkraut genannt, eine meist zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Sie kommt in lichten Laubwäldern, am Wald- und Wegesrand oder in Gärten vor und kann sich je nach Standort üppig ausbreiten. Im ersten Jahr bildet sich eine grundständige Rosette und im zweiten Jahr der kantige Stängel mit den herz- bis nierenförmigen Blättern. Die kleinen, weißen Blütentrauben erscheinen ab Mitte April, im Juli und August reifen in den Schotenfrüchten schwarze Samen. Das Wildkraut ist kaum verwechselbar und lässt sich gut an dem Knoblauchduft der zerriebenen Blätter erkennen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

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