Branche -

Kauf von Fleischwaren ist Vertrauenssache

Wie entwickelt sich das Einkaufsverhalten der Konsumenten an der Bedientheke für Fleisch und Wurst? Welche Anforderungen stellt der Verbraucher an die Bedientheke und wie haben sich diese in den letzten Jahren verändert? Wie wirkt sich das Kaufverhalten auf den Absatz von SB-Ware aus? In einer aktuellen Neuauflage der Consumer Insights von 2012 und 2016 hat mafowerk im April 2019 erneut die Einstellungen und Verbrauchergewohnheiten beim Kauf an der Bedientheke für Wurst- und Fleischwaren sowie die Wachstumspotenziale und die Auswirkungen auf das SB-Regal untersucht. In einer Onlinestudie wurden insgesamt 1.000 Verbraucher befragt, die Fleisch und Wurst an der Bedientheke kaufen.

Wurst ist eines der am meisten gekauften Lebensmittel mit einer sehr hohen Frequenz, die Frische für den Verbraucher bedeutet: 89 Prozent kaufen Wurst mindestens einmal pro Woche, tendenziell sinkt aber die Einkaufshäufigkeit im Vergleich zu 2012.

Verbraucher- und Supermärkte sind die bevorzugten Vertriebsschienen für den Wurstkauf. Fleischer-Fachgeschäfte liegen mit 46 Prozent nur knapp hinter den Discountern mit 50 Prozent Einkaufshäufigkeit. Online wird Wurst von sechs Prozent der Befragten gekauft.

30 Prozent aller Befragten kaufen mehr Wurst an der Bedientheke als im Vorjahr und nur 16 Prozent kaufen weniger. Damit gewinnt das Bedienthekenkonzept im LEH als Instrument zur Kundenbindung und in der direkten Kommunikation mit dem Kunden an Bedeutung.

Tendenziell gilt aber die Aussage, dass generell weniger Wurst gekauft wird, unabhängig davon, ob an der Bedientheke oder aus dem SB-Regal. Unabhängig davon hat die SB-Ware nach wie vor eine sehr hohe Bedeutung beim Wurstkauf: neben Schnelligkeit und dem Mindesthaltbarkeitsdatum sind das „in Ruhe aussuchen“ und der Preis zentrale Argumente für SB-Ware. Allerdings steht auch hier die Forderung nach Vertrauen schaffenden Maßnahmen im Vordergrund: 48 Prozent haben kein Vertrauen mehr in die SB-Ware.

Das Wertesystem der Konsumenten bei Wurst- und Fleischwaren hat sich seit 2012 deutlich verschoben. Die Nachfrage nach billigen Wurstwaren geht zurück und die Forderung nach artgerechter Tierhaltung, Regionalität und Bio gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Weitere Links
© fleischerei.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen