Gesunde Ernährung -

Ist das gesund?

Was ist gesund? Und ist alles, was nicht gesund ist, automatisch ungesund? Leider lassen sich auch diese Fragen ohne Juristen kaum noch beantworten.

Die Aussage: „gesund“ ist nämlich gesetzlich geregelt und damit aus dem ursprünglichen Verständnis des Wortsinns herausgelöst. Was wir alle unter „gesund“ zu verstehen haben, gibt also der Gesetzgeber vor. Alles andere, was nicht in den Rahmen dieser gesetzlichen Definition passt, darf nicht als gesund bezeichnet werden.

Die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen muss wissenschaftlich belegt sein, unter Berücksichtigung von Kriterien, die wiederum an anderer Stelle gesetzlich geregelt sind. Diese wissenschaftlichen Belege sind aufwändig und damit teuer zu erstellen – was sich wiederum nur große Unternehmen oder Interessengruppen leisten können, die damit handfeste wirtschaftliche Interessen verfolgen.

In der Folge dieser Gesetzgebung ist die Aussage, ein Produkt sei gesund, nahezu völlig aus dem Jargon der Werbetexter gestrichen worden. Denn die medizinische Wirkung muss ja gesetzlich nachgewiesen sein, wenn so etwas behauptet wird. Im Gegenzug darf die Werbung aber auch nicht mehr sagen: Essen Sie täglich einen Apfel, das ist gesund. Der Apfel verstößt damit gegen geltendes Recht – nicht weil er gar nicht gesund ist, sondern nur weil sich noch niemand die Mühe gemacht hat, zu überprüfen, ob der Apfel in den vom Gesetzgeber vorgegebenen Rahmen hineinpasst oder eben nicht.

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