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Isländisches Lammfleisch für deutsche Teller

Island ist nicht nur für die meisten Feinschmecker ein schneeweißer Fleck auf der Landkarte. Wenn das Land von sich reden macht, dann stecken meist die ungebändigten Naturgewalten dahinter, die im hohen Norden mit Vulkanausbrüchen für Schlagzeilen sorgen. Dass es sich die Nachkommen der Wikinger gern gut gehen und gut schmecken lassen, ist bislang weniger bekannt. Dasselbe gilt ganz besonders mit Blick auf die kulinarischen Eigenschaften der zotteligen, vierbeinigen Bewohner. Denn auf die Schafhaltung sind die Isländer besonders stolz. Mit Recht, denn die wird –urkundlich attestiert – bereits seit dem Jahr 834 betrieben und hat sich seither kaum verändert.

Dass dieses in Aufzucht und Geschmacksnote besondere Fleisch nun auch in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad als echte Spezialität errungen hat, ist nicht zuletzt Ingmar Rauch zu verdanken. Sein Faible für Flora und Fauna des nordeuropäischen Landes brachte den Feinkostspezialisten und Mitinhaber des Essener Fleisch-Importeurs R&S Europa auf die Idee, diese Spezialität in das internationale Portfolio aufzunehmen. Unter dem Markennamen „Vikingyr“ ist das isländische Lammfleisch nun auch im deutschen Lebensmittelhandel verfügbar. Bei einem gemeinsamen BBQ, ausgerichtet in der Residenz des isländischen Botschafters Martin Eyjolfsson und zubereitet von Fridrik Sigurdsson, Chefkoch des isländischen Außenministeriums, wurde der Wunsch zu einer intensiven Zusammenarbeit bekräftigt.

Überzeugend war einerseits das feinfaserige, zarte und saftige Fleisch und die naturnahe Haltung der Schafe andererseits. Mit seinem garantierten Schlacht­alter von sechs Monaten und einem geringen Fettanteil soll isländisches Lammfleisch nun auch bei Feinschmeckern in Deutschland punkten.

Dabei versicherten die Anbieter aus Island, dass sie weder die Absicht noch die Möglichkeit haben, mehr Lammfleisch als bisher zu produzieren. Es geht den Isländern darum, dass die Landwirte von der Schafhaltung leben können, ohne von der traditionellen Aufzucht in freier Natur abzuweichen. Nach zwei bis drei Tagen verlassen die Lämmer mit den Muttertieren die Farm und suchen sich in der weitläufigen Landschaft ihr Futter aus Gräsern und Kräutern, das somit ohne Futterzugaben, Antibiotika oder andere Hilfsmittel auskommt. Nach der Schlachtung und Zerlegung wird auf Ganztiervermarktung gesetzt.

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