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Internationale Grüne Woche 2020

Vom 17. bis 26. Januar 2020 findet in Berlin bereits zum 85. Mal die Internationale Grüne Woche (IGW) statt. Als internationale Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau ist sie weltweit führend. Vor einem Jahr informierten sich 400.000 Besucher bei 1.800 Ausstellern aus 61 Ländern über deren Produkte, Leistungen und Tätigkeitsbereiche. Ideelle Träger der IGW sind der Deutsche Bauernverband (DBV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).

Auf der IGW gewinnen die Themen nachwachsende Rohstoffe, Bio, Gartenbau und der ländliche Raum der Zukunft immer weiter an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund können sich die Besucher in den Berliner Messehallen informieren über internationale und nationale Angebote von Nahrungs- und Genussmitteln, feinste Frischeprodukte aller Art, Landwirtschaft mit Tieren, Holz- und Forstwirtschaft sowie Jagd, Garten- und Landwirtschaftsbau mit Zubehör, nachwachsende Rohstoffe und über Küchenausstattung, Haustechnik.

Markthalle lockt mit Streetfood und Bio

Foodies und Feinschmecker erwartet auf der IGW eine reiche Auswahl an trendigen Speisen und Getränken sowie ungewöhnlichen Gaumenfreuden: Ein mexikanischer Burrito oder ein koreanisches Chicken direkt auf die Hand sowie Gebäckvarianten mit außergewöhnlichen Aromen – auf der ganzen Welt bieten Straßenstände und Imbisse handgemachte Snacks zum sofortigen Verzehr an. Streetfood liegt im Trend, denn es ist lecker und gibt einen Einblick in die Kultur des Herkunftslandes. Die IGW liefert in der Markthalle 1.2 die Welt des Streetfoods frei Haus. Ob Hotdog Wraps aus den USA, italienische handgemachte Pasta, ungarische Langos oder Garnelenchips – die Foodtrucks bieten eine bunte Vielfalt an süßen und herzhaften Speisen an. Auch exotische Getränke wie Kaffee mit Ouzo, Mojito oder Käsekuchenschnaps versprechen neue Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus gibt es neue Foodtrends wie das Superfood Gerstengras oder proteinreiche Insektensnacks zu entdecken. Im Zentrum der Markthalle lädt der Naschplatz zum Genießen und Verweilen ein.

Bio ist mehr als nur ein Trend

Es fing alles einmal als Trend an, eroberte schnell eine stetig wachsende Fangemeinde und heute ist „Bio“ vollends im Alltag der Verbraucher angekommen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch auf der Grünen Woche wider. Es gibt heute kein Bundesland mehr oder keine internationale Beteiligung ohne Bioprodukte. Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Griff zu ökologisch produzierten Lebensmitteln. So wie das Biosortiment an der Ladentheke oder im Regal zunimmt, so vielfältig ist das Angebot der Grüne Woche-Aussteller, die diesem Verbraucherwunsch mit dem gesamten Spektrum an biologisch produzierten Nahrungsmitteln entgegenkommt. Ob in einem eigenen Bereich in der Markthalle konzentriert, bei den nationalen und internationalen Gemeinschaftsschauen der Ernährungswirtschaft oder bei den Bioverbänden in der neuen Messehalle 27 – „Bio“ zieht sich wie ein grünes Band durch die Messehallen.

Landwirtschaft und Klimaschutz

Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Zum einen hat sie einen erheblichen Einfluss auf das Klima. Zum anderen ergibt sich daraus ein großer Hebel für den Klimaschutz in der Modernen Landwirtschaft.

Wie die Landwirtschaft in diesem Bereich Verantwortung übernimmt und welche Lösungsansätze sie entwickelt, können Besucher auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2. entdecken. Zusammen mit fast 50 Partnern bietet das Forum Moderne Landwirtschaft Antworten auf die Frage, was die Moderne Landwirtschaft für eine klimafreundliche Produktion von Nahrungsmitteln tut.

Trend Nachhaltigkeit

Intelligente Verpackungen, neue Produkte aus Lebensmittelresten und alternative Proteinquellen – die deutsche Lebensmittelwirtschaft präsentiert auf der IGW in Berlin verschiedene Lösungen einer ressourcenschonenden Lebensmittelproduktion. Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und des Lebensmittelverbands Deutschland, erklärt: „Nachhaltig ist die Antwort der Lebensmittelwirtschaft auf die Frage ‚wie schmeckt die Zukunft?‘ Lebensmittel sind heute mehr als Nährstoffquellen und Genussmittel. In Lebensmitteln spiegeln sich längst gesellschaftliche Bedürfnisse wider. Daher verwundert es nicht, dass der stärkste Trend 2020 die nachhaltige Entwicklung von Lebensmitteln ist. So vielfältig wie das Thema ist, so breitgefächert sind auch die Lösungsansätze. Reduzierung von Verpackungsmüll und Lebensmittelverlusten, die Stärkung regionaler Rohstofflieferanten mit kurzen Transportwegen, der Einsatz pflanzlicher Proteinquellen und natürlich die Reduktion von Zucker, Fett und Salz sind nur ein paar Beispiele, die verdeutlichen, dass die Lebensmittelbranche an vielen verschiedenen Stellschrauben dreht, um ihrer Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt gerecht zu werden. Wir werden auch 2020 wieder die Innovationen der kreativen Köpfe unserer Branche an unserem Stand erlebbar machen und freuen uns über den Dialog.“

Der Verbraucher entscheidet

Beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stehen auf der IGW die Verbraucher und deren Einflussmöglichkeiten in der gesamten Wertschöpfungskette im Fokus. Die Präsentation in Halle 23a deckt dabei ein breites Spektrum von Entscheidungsmöglichkeiten ab: beim Einkauf im Supermarkt, bei der Gestaltung des eigenen Gartens, bei der Verwertung von Lebensmitteln und auch bei der Frage, was auf den Tisch kommt. Die Präsentation macht gleichzeitig deutlich, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zusammen mit seinen Forschungseinrichtungen durch politisches Handeln und Forschung den Rahmen für bewusste Verbraucherentscheidungen schafft.

Besucher erfahren hier, wie sich mehr Tierwohl im Schweinestall auf die Fleischpreise auswirkt und welche Preise nötig sind, um den Bauern ein nachhaltiges Familieneinkommen zu ermöglichen. In einem virtuellen Supermarkt entdecken sie interaktiv, welche Siegel in Deutschland auf Bio-Qualität, Regionalität und die geschützte Herkunftsbezeichnung von Lebensmitteln hinweisen. Zudem geben Lebensmittelkontrolleure Tipps, woran sie die Qualität von Obst und Gemüse erkennen und wie sie im Haushalt selbst für eine gute Haltbarkeit sorgen. Mit einem Apfellaser zeigt das Bundesministerium, wie wir durch Forschung und der Entwicklung von Alternativen zu einer Reduzierung von Plastikabfällen beitragen.

Es wird daran geforscht, dass wir den Gehalt an Zucker, Fett und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln reduzieren und gleichzeitig den Geschmack erhalten können – es geht um die so genannte „Reformulierung“ von Lebensmitteln. Dies können die Besucher probieren: An einem Touchscreen kann jeder sein Frühstück durch reformulierte Lebensmittel gesünder machen – und gleich vor Ort testen, wie gut die Alternativen schmecken. Auch in der Gemeinschaftsverpflegung – ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Seniorenverpflegung – kann jeder Einfluss darauf nehmen, was auf den Tisch kommt.

Die BMEL- Initiative Zu gut für die Tonne! sensibilisiert für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Lebensmittel gehören auf den Tisch und nicht in die Tonne – mit nützlichen Tipps zeigt das Bundesministerium beispielsweise, wo sich im Kühlschrank Lebensmittel am besten und längsten halten. Außerdem hat das BMEL die ‚Beste Reste-App‘ entwickelt, eine der beliebtesten Apps der Bundesregierung. Man kann hier eingeben, welche Lebensmittel man noch zu Hause hat und erhält dazu leckere Rezeptvorschläge.

www.gruenewoche.de

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