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In schwierigen Zeiten Kurs halten

Dieser grundsätzlichen Bewertung und Zielrichtung schloss sich der Zentrag-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Boddenberg an: „Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland sind so gut wie schon lange nicht mehr. Dem Fleischerhandwerk geht es trotz der enormen Konkurrenz gut. Das mit Abstand größte Problem für unsere Branche sind und bleiben der Mangel an Fachkräften und auch die Schwierigkeiten in der Unternehmensnachfolge. Diesbezüglich sehe ich im Zustrom durch Immi­granten eine Chance, diese Lücken in Teilen schließen zu können.“

Beide waren sich zudem im Tenor einig, dass sich der Genossenschaftsverbund weiterhin den Anforderungen zur Modernisierung und Professionalisierung stellen müsse. Neben den Themen und Aufgaben des Verbundes gelte es, den Verbraucher und die entsprechenden Markttrends noch konkreter in den Fokus zu nehmen. Das Verbraucher- und Kundenverhalten sei heute stark fragmentiert, was neue Formen im Sortiment, im Vertrieb, im Marketing und in der Kommunikation verlange: „Trendimperative wie Individualisierung, Ethnikfood, Nachhaltigkeit, Transparenz, vegetarische und vegane Alternativen gehörten deshalb mit auf den Kompass des Fleischerhandwerks und der Genossenschaften. Unsere Chance besteht in kundenindividuellen, speziellen Einkaufs- und Verkaufsstrategien“, so Wahl.

Kernpunkt der Generalversammlung war auch der Geschäftsbericht 2015.

Vorstandssprecher Wahl kündigte auch an, dass die „Associated Craft Butchers of Ireland“ (ACBI) demnächst dem Zentrag-Verbund beitreten werden. Die ACBI hat rund 550 Mitg­lieder, die aus dem Be­­­reich des Fleischerhandwerks kommen.

Die ACBI setzt sich in ihrer Programmatik mit Beratungs-, Marketing-, Verkaufsförderungs- und Schulungsmaßnahmen vor allem für die Stärkung lokaler Metzgereien ein.

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