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Haftungsrisiken im Mittelstand individuell absichern

Schadenersatzforderungen für Personen-, Sach- oder Umweltschäden können im schlimmsten Fall die Existenz eines Unternehmens gefährden. Zwar gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Absicherung. Doch die Anforderungen an einen Schutz sind je nach Unternehmen und Branche unterschiedlich.

Michael Staschik, Experte von der Nürnberger Versicherung, informiert, was Unternehmer über Haftungsrisiken wissen sollten und wie sie sich dagegen absichern können.

Trotz aller Sorgfalt kommt es im Unternehmensalltag zu Fehlern: Die Schlüssel der angemieteten Geschäftsräume gehen verloren oder die Räumlichkeiten selbst werden beschädigt, ein Hersteller muss sein Produkt zurückrufen oder der Kellner vertauscht versehentlich die Teller und serviert dem allergischen Gast das falsche Gericht. „Die Risiken sind so vielfältig wie die Betriebe im deutschen Mittelstand“, so Michael Staschik. Diese im Blick zu haben, ist Teil der Unternehmensführung. „Während einige Risiken, etwa die Rutschgefahr bei Laub, Eis und Schnee auf dem Betriebsgelände, nahezu alle Betriebe branchenübergreifend betreffen, sind andere Gefahren nur für manche Unternehmen relevant“, gibt der Experte zu bedenken. Einige Firmen nehmen beispielsweise an Messen im Ausland teil. Hierbei kann es unter anderem passieren, dass ein Besucher über ein unsachgemäß verlegtes Kabel am Messestand stolpert. „Eines haben diese Risiken aber gemeinsam“, betont Staschik: „In den meisten Fällen haftet der Betrieb für den entstandenen Schaden.“

Betriebshaftpflicht: passgenau für jede Branche

Nicht jede Police passt auf jede Branche oder auf jedes Unternehmen. Die Gefahr, zu viele Eventualitäten versichert zu haben und damit zu hohe Kosten tragen zu müssen, ist vergleichbar mit der Gefahr, keinen ausreichenden Schutz zu haben. „Die Nürnberger Betriebshaftpflichtversicherung ist zum Beispiel im Rahmen des ProfiLine UnternehmensSchutzes auf 13 Berufszweige individuell zugeschnitten und enthält jeweils spezielle Leistungsextras“, erläutert der Experte. So ist beispielsweise für Hotels inklusive, dass der Versicherer leistet, wenn Reisegepäck oder Kraftfahrzeuge von Gästen beschädigt werden oder abhandenkommen. Für Bürobetriebe oder den Einzelhandel ist es häufig wichtig, darauf zu achten, dass etwa Haftungsverpflichtungen durch die Nutzung von Internettechnologien mitversichert sind. Wer eine Police für das Bauhauptgewerbe abschließt, für den kann ein zusätzlicher Versicherungsschutz zum Einweisen von Fahrzeugen Dritter sinnvoll sein. Solche Betriebe sind zum Beispiel auch dann abgesichert, wenn Schadensersatzforderungen bis zu zehn Jahre nach Betriebsbeendigung geltend gemacht werden. Gut zu wissen: „Eine Betriebshaftpflichtversicherung prüft auch, ob Ansprüche begründet sind und wehrt unberechtigte Forderungen ab“, erklärt Staschik.

Weitere Bausteine nach Bedarf

Neben der Betriebshaftung gibt es allerdings noch weitere Risiken, gegen die sich Unternehmen absichern sollten. Eine Hausverwaltung braucht beispielsweise neben der Betriebshaftpflichtversicherung auch eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung und eine Geschäftsinhaltsversicherung. Ein Handwerksbetrieb sollte noch eine Transportversicherung hinzufügen. Ist der Betrieb gleichzeitig Eigentümer des Geschäftsgebäudes, etwa bei einem Hotel, empfiehlt sich zusätzlich eine gewerbliche Gebäudeversicherung, denn die eigenen Geschäftsräume sind die Existenzgrundlage des Betriebs. Zunächst wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt. „Anschließend erhält das Unternehmen ein individuelles Paket aus verschiedenen Bausteinen“, erläutert der Experte. Der Betrieb hat dann nur noch eine Police, einen Ansprechpartner im Schadensfall und auch nur eine Rechnung.

www.nuernberger.de

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