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Gut fürs Fleisch und die Recyclingquote

Im Februar stellte allfo, Waltenhofen, den neuen Vakuumbeutel VAC 95+ vor. Die Neuheit besteht zu über 95 Prozent aus Polypropylen (PP) und einer dünnen Hochbarriere. Im Gegensatz zum ursprünglichen Verbund aus Polyethylen (PE) und Polyamid (PA) kann PP problemlos wertstofflich recycelt werden. Die PP-Beutel mit dünner Hochbarriere können in modernen Sortieranlagen identifiziert, aussortiert und danach wieder verwertet und zu hochreinen Recyclaten aufgearbeitet werden.

Die Recyclingfähigkeit des VAC 95+ ist offiziell bestätigt: Für die jüngste PP-Beutelgeneration bekam allfo, die EU-weite Zertifizierung des Instituts cyclos-HTP als ausgezeichnet recyclingfähiges Produkt der Klasse AAA. Damit ist allfo laut Pressemitteilung der erste und einzige Hersteller von Vakuumbeuteln, der die höchste Recycelbarklasse für sein Produkt attestiert bekam. „Mit dem VAC95+ bieten wir eine nachhaltige Lösung zum richtigen Zeitpunkt an. Denn der Druck auf Lebensmittelhersteller und die Verpackungsindustrie wird größer. Mehr denn je sind jetzt ökologische Alternativen zu den herkömmlichen Vakuumbeuteln aus PA/PE gefragt. Mit VAC 95+ liefern wir diese Alternative, die auch von Verbrauchern erwartet wird“, sagt Harald Gessinger, Verkaufsleiter bei allfo. Über den Aufdruck „100 % recyclable“ ist das Plus an Nachhaltigkeit auch für jeden sichtbar. Entwickelt wurde der Beutel im unternehmenseigenen Labor und Anwendungstechnikum am Standort in Deutschland.

Der Produktschutz ist dabei gewohnt leistungsstark. Er hat die gleichen Barriereeigenschaften wie klassische PA/PE-Vakuumbeutel und hält Lebensmittel frisch und appetitlich. Die Barriereeigenschaften schützen die verpackten Produkte gegen Wasserdampf (H2O) und Sauerstoff (O2) und sorgen so für eine lange Haltbarkeit von Lebensmitteln. Durch die gute Siegelfähigkeit kann der VAC 95+ auf allen gängigen Vakuumkammermaschinen verwendet werden.

Für die hygienische Konservierung von Lebensmitteln sorgen das enge Anliegen der Vakuumbeutel am Produkt sowie eine stabile Gas- und Sauerstoffbarriere.

Die Innovation von allfo hilft Unternehmen, die von der EU geforderte Recyclingquote zu erreichen. Die bereits 2018 veröffentlichte Europäische Verpackungsrichtlinie (94/62/EG) betrifft alle Mitgliedstaaten und fordert innerhalb der nächsten fünf Jahre bei Kunststoffen eine Recyclingquote von 50 Prozent. Bis Ende 2030 soll die Quote auf 55 Prozent steigen. Die Europäische Kommission spricht sich sogar dafür aus, dass bis zu diesem Zeitpunkt alle Kunststoffverpackungen recyclingfähig sein sollen.

„Bei uns in Deutschland gelten diese Forderungen bereits. Unser nationales Verpackungsgesetz fordert bei Kunststoffen eine Recyclingquote von aktuell 58,5 Prozent, ab 2022 müssen es 63 Prozent sein.“, so Gessinger.

Nicht nur seine wiederverwertbaren Materialien, sondern auch die Qualität des PP-Beutels zahlt sich für die Umwelt aus. Denn der CO2-Footprint, der bei der Lebensmittelherstellung entsteht, ist wesentlich höher als der beim Herstellungsprozess von Vakuumbeuteln. So leistet jeder Vakuumbeutel, der Lebensmittel vor dem Verderben schützt, einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit.

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