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Großangelegte Kommunikationsoffensive

Mit der neuen Marke „HerzensSACHE“ hat Reinert, Versmold, im letzten Jahr als erster Hersteller in Deutschland ein Wurstsortiment aus 100 Prozent antibiotikafreier Aufzucht auf den Markt gebracht. Nach der erfolgreichen Launchkampagne setzt das Fami­lienunternehmen nun auf gezielte Marken-Awareness für ihre neue Marke „Her­zens­SACHE“ in Form einer großangelegten Kommunikationskampagne.

„Du hast die Wahl: antibiotikafreie Aufzucht oder antibiotikaresistente Keime?“ Unter diesem Motto steht die neue Kampagne, mit der Reinert den Berliner Handel bis Juli unterstützt. Das umfangreiche Maßnahmenpaket umfasst unter anderem die Abverkaufsunterstützung am POS, eine Aufklärungsini­tiative und weitere Aktionen mit Fokus auf die Re­gion Berlin. Um ein generelles Umdenken anzustoßen, hat das Unternehmen zudem eine Initiative für eine nachhaltige Reduzierung des Antibiotikaein­satzes in der Nutztierhaltung ins Leben gerufen. Auf www.reinert-herzenssache/unsere-ini­tiative finden User Informationen darüber, wie die Entstehung multiresistenter Keime und der massive Antibiotika­einsatz in den Ställen zusammenhängen und welche Relevanz die Problematik für unsere Gesundheit hat. Zur Unterstützung der Initiative setzt Reinert auf eine digitale Aktivierungs-Kampagne mit einer direkten Ansprache der Zielgruppe. Darüber hinaus hat Geschäftsführer Hans-Ewald Reinert kürzlich eine Peti­tion gestartet, die sich an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft richtet. „Mit der Petition möchte ich die Verantwortlichen in der Politik daran erinnern, wie wichtig ein schnelles Handeln und die Umsetzung konkreter Maßnahmen sind, um den Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung schritt­weise zu reduzieren. Die Deutsche Antibiotika Resistenz-Strategie (DART 2020) greift hier aus meiner Sicht viel zu kurz. Wir brauchen strengere Regularien und Kontrollen ebenso wie eine finanzielle Unterstützung der Landwirte, um das Problem anzugehen und die fortschreitende Ausbildung multiresistenter Keime einzudämmen“, sagt Reinert. Die Stimmensammlung läuft noch bis Ende 2019.

Um weitere Aufmerksamkeit für die Resistenzproblematik zu schaffen, projizierte das Unternehmen an einem Abend im Mai zudem aufmerksamkeitsstarke Statements an Gebäudefassaden in den Berliner Szene-­Stadtteilen Mitte, Kreuz­berg und Friedrichshain.

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