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Forschungsinitiative „Nachhaltige Tierhaltung“

Um die Nachhaltigkeit der europäischen Tierhaltung weiterzuentwickeln und Europa als weltweit wettbewerbsfähigen Tierproduktionsstandort zu erhalten, müssen Ökonomie, Ökologie, Verbraucherakzeptanz und Ressourceneffizienz gut aufeinander abgestimmt sein. Am 22. August 2017 wurden in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn 14 Förderbescheide an deutsche Forscher übergeben, die gemeinsam mit europäischen Projektpartnern an diesem Nachhaltigkeitsziel arbeiten.

Forschungsinitiative „Nachhaltige Tierhaltung“
14 Förderbescheide wurden in der BLE, Bonn, an deutsche Forscher übergeben, die gemeinsam mit europäischen Projektpartnern daran arbeiten, die Nachhaltigkeit der europäischen Tierhaltung weiterzuentwi... -

Clemens Neumann, Abteilungsleiter „Biobasierte Wirtschaft, Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft“ im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), hob die Bedeutung der Tierhaltung als wichtigen Wirtschaftsfaktor Deutschlands hervor. Sie leiste insbesondere in ländlichen Regionen einen großen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung und werde durch die weltweit steigende Nachfrage nach tierischen Lebensmitteln auch weiterhin von Bedeutung sein. „Die neuen Projekte der Europäischen Forschungsinitiative „Nachhaltige Tierproduktion – SusAn“ zeigen Wege auf, wie Effizienzsteigerungen mit Wirtschafts-, Gesellschafts- und Umweltaspekten im Sinne der Nachhaltigkeit in Einklang gebracht werden“, so Neumann.

Konkret geht es dabei unter anderem um Systeme zur innovativen Freilaufhaltung, um Alternativen zur chirurgischen Ferkelkastration oder um Untersuchungen, wie die Milch- und Fleischproduktion durch vermehrt grün- und weidefutterbasierte Fütterung ressourcenschonender werden kann. SusAn (Cofund ERA-NETs Sustainable Animal Production) ist mit einer Beteiligung von insgesamt 37 Partnern aus 23 europäischen Ländern eine der größten EU-Forschungsinitiativen.

Wissenstransfer über Grenzen hinweg

Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der BLE, betonte die Wichtigkeit der europäischen Forschungsnetzwerke. „Die beteiligten Organisationen zur Forschungsförderung profitieren von der Abstimmung ihrer Forschungsagenden und der erhöhten Schlagkraft durch gemeinsame Bekanntmachungen. Gleichzeitig wird den Wissenschaftlern ein Wissenstransfer mit direktem Erfahrungsaustausch ermöglicht“, so Eiden. Die BLE betreut die Forschungsarbeiten als Projektträger.

Deutsche Beteiligung mit zwei Millionen Euro gefördert

Aus 74 Projektskizzen waren nach Prüfung durch ein internationales Gutachtergremium 14 Verbundprojekte hervorgegangen. Dafür stehen Fördergelder in Höhe von rund 16 Millionen Euro von 28 Förderorganisationen aus ganz Europa einschließlich einer Kofinanzierung durch die EU bereit. In zehn dieser Verbundprojekte sind 14 deutsche Forschungseinrichtungen vertreten, wobei sie fünf dieser Projekte gleichzeitig koordinieren. Das BMEL fördert die deutschen Projektbeiträge mit rund zwei Millionen Euro.

www.ble.de/eu-forschung

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