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Forderungen des Handwerks für den Neustart

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat ein umfangreiches Positionspapier erarbeitet, in dem umfangreiche Appelle und Vorschläge zusammengefasst sind, wie die ersten Ansätze zur Lockerung der Einschränkungen der Wirtschaft nun verstärkt, unterstützt und beschleunigt werden können. In das Papier haben einige wichtige Forderungen des Fleischerhandwerks Eingang gefunden.

Forderungen des Handwerks für den Neustart
In das Positionspapier des ZDH zur Gestaltung des Neustarts nach Corona haben auch einige wichtige Forderungen des Fleischerhandwerks Eingang gefunden. -

Aus der Vielzahl der Forderungen, die im Positionspapier des ZDH formuliert wurden, sind einige aus Sicht des Fleischerhandwerks besonders begrüßenswert, weil damit wichtige Forderungen des DFV aufgegriffen werden:

• Grundsätzlich wird gefordert, dass nicht nur einzelne, sondern alle Unternehmen möglichst schnell Gelegenheit haben, ihre Geschäftstätigkeit wieder aufzunehmen, selbstverständlich unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln. Profitieren würden hier insbesondere diejenigen fleischerhandwerklichen Unternehmen, die einen hohen Party-Service- oder Catering-Anteil haben und die zum Teil unter erheblichen Umsatz- und Ertragseinbußen zu leiden haben.

• Gefordert wird auch, dass die Regelungen länderübergreifend möglichst einheitlich gestaltet sein müssen. Verlässlichkeit, Transparenz und das problemlose Arbeiten über Ländergrenzen hinweg sind hier die Ziele.

• Das Kurzarbeitergeld, das den Unternehmen unmittelbare Entlastung bringt, muss ausgeweitet werden. Auch Auszubildende und Minijobber müssen davon profitieren können.

• Für die vielen Unternehmen des Lebensmittelhandwerks, die wegen der Kontaktbeschränklungen unter schweren Umsatzeinbußen leiden (z.B. im Imbiss-, Gastronomie- oder Cateringbereich) werden gezielte Zuschüsse gefordert, die allemal besser helfen als weitere Kreditprogramme.

• Die Corona-Krise zeigt die besondere Bedeutung von regional stabilen Versorgungsstrukturen. Der ZDH fordert deshalb im Verbund mit den Lebensmittelhandwerken, dass Handwerkunternehmen in die beiden Regionalförderinstrumente GAK und GRW einbezogen werden.

• Die Nachrüstung der elektronischen Kassensysteme muss nach derzeitigem Recht bis 30. September 2020 abgeschlossen sein. Der ZDH nimmt die Forderung des DFV auf, diese Umsetzungsfrist um ein Jahr bis zum 30. September 2021 zu verlängern, um die Unternehmen nicht zum jetzigen Zeitpunkt finanziell zu belasten.

• Im Rahmen des Verpackungsgesetzes muss es den Unternehmen des Lebensmittel-handwerks möglich sein, so weit wie möglich Serviceverpackungen ein zusetzen. Damit würde den Unternehmen in der aktuellen Situation eine besondere bürokratische Auflage erspart.

Darüber hinaus finden sich in dem Positionspapier weitere, für das Fleischerhandwerk wichtige Punkte, beispielsweise Erleichterungen bei Steuerzahlungen, Impulse zur Ankurbelung der Nachfrage oder auch Forderungen zum Erhalt der Fachschulen.

www.fleischerhandwerk.de

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