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Fleischkonsum: Umfrage im Fleischatlas

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ernähren sich doppelt so viele 15-bis 29-Jährige vegetarisch oder vegan. Das zeigt eine Jugendumfrage im Rahmen des Fleischatlas 2021, einem Kooperationsprojekt von Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Le Monde Diplomatique.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich 10,4 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen vegetarisch ernähren und 2,3 Prozent vegan. Mithin verzichten damit knapp 13 Prozent auf Fleisch – etwa doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Rund 70 Prozent in beiden Gruppen sind Frauen, zudem sind die Jüngeren etwas stärker vertreten. Unter den Studierenden gibt es etwas mehr Veganer, unter denjenigen mit Berufsausbildung etwas häufiger Omnivore, also Menschen, die grundsätzlich alles essen. Insgesamt gibt es aber nur erstaunlich geringe Unterschiede bei den soziodemografischen Merkmalen. Fleischkonsum sei keine Stadt-Land-Frage – und auch kein Ost-West- oder Nord-Süd-Thema, so der Bericht.

Die Datensammlung zeigt, dass der Fleischkonsum in Deutschland tendenziell abnimmt. Im Jahr 2019 summierte sich der Verzehr von Fleisch auf rund 59,5 Kilogramm pro Kopf – ein Minus von 1,0 Kilogramm gegenüber dem Vorjahr. Der Bericht zur Markt- und Versorgungslage Fleisch 2020 der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) differenziert weiter, dass im Durchschnitt jeder Einwohner in Deutschland rund 10 Kilogramm Rind, 34,1 Kilogramm Schwein sowie 13,8 Kilogramm Geflügel gegessen hat. Die Differenz zum Gesamtverzehr entfällt auf Innereien und sonstiges Fleisch. Die tendenziell sinkende Konsummenge von Fleisch in Deutschland ist vor allem auf die Zurückhaltung gegenüber dem Schweinefleisch zu erklären. Sein durchschnittlicher Gesamtverbrauch sank seit dem Jahr 1991 um rund sieben Kilogramm.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

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