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Fleischimporte deutlich rückläufig

Wie die Verbände der Fleischwirtschaft – VDF und BVDF – auf ihrer Jahrestagung mitteilten, wurde im vergangenen Jahr weniger Rindfleisch importiert, während die Schweinefleischimporte mengenmäßig nahezu konstant blieben.

Auf frisches und gefrorenes Rindfleisch entfielen gut 14 Prozent der ge­samten Importmenge. Das Rindfleisch stammt zu etwa 86 Prozent aus anderen EU-Ländern. Insgesamt wurden rund 342.000 t Rindfleisch eingeführt und damit sieben Prozent weniger als im Jahr 2017. Der Rückgang geht lediglich auf den stark rückläufigen ­Binnenhandel zurück (–29.500  t oder neun Prozent). Wichtigste Lieferländer sind die Niederlande, Frankreich und Polen. Zu beachten ist hierbei, dass ein erheblicher Anteil der Rindfleischlieferungen aus den Niederlanden ursprünglich Drittlandseinfuhren vor allem aus Südamerika und den USA sein dürften, die über den Hafen Rotterdam in die EU eingeführt werden. Dieser „Rotterdam-Effekt“ wird in der Außenhandelsstatistik nicht berücksichtigt.

Die Einfuhr aus Drittländern nahm dagegen um 6,2 Prozent auf 48.700 t zu. Rund 85 Prozent der Rindfleischeinfuhren entfielen auf gekühltes Fleisch und damit drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Rindfleischeinfuhren aus Drittländern wurde aus Argentinien geliefert (26.000 t). An zweiter und dritter Stelle der Lieferländer folgten Brasilien (8.200 t, 17 Prozent) und Uruguay (7.000 t, 14 Prozent). Während die Einfuhrmenge aus Argentinien um gut 16 Prozent stieg, verzeichneten die Importe aus Uruguay und Paraguay Rückgänge um 16 beziehungsweise neun Prozent. Die Bezüge aus Brasilien blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Aus den USA wurden mit insgesamt 3.300 t gut neun Prozent mehr als im Jahr zuvor geliefert.

Auf den Schweinefleischsektor entfallen mehr als die Hälfte aller Fleischeinfuhren (916.000 t). Die Menge ist gegenüber 2017 nahezu konstant geblieben. Fast alle Lieferungen (99,8 Prozent) von frischem und gefrorenem Schweinefleisch kommen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten.

Wichtigstes Lieferland ist wie auch im Vorjahr Dänemark mit 322.000 t (+7,6 Prozent) vor Belgien mit 265.000 t (–8,6 Prozent) und den Niederlanden mit 123.000 t (–2,0 Prozent).

Die mengenmäßig vernachlässigbaren Importe von frischem und gefrorenem Schweinefleisch aus Drittländern (rund 2.000 t) kamen überwiegend aus Chile (1.300 t). Mit großem Abstand folgten die Schweiz und die USA mit 400 beziehungsweise 220 t.

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