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FH Nord: Neue Messe für das Fleischerhandwerk

Ab 2015 erweitert die Internorga ihr Angebot um eine neue jährliche Veranstaltung für das Fleischerhandwerk im Norden. Die FH Nord findet erstmals vom 15. bis 17. März 2015 in der Halle H des CCH – Congress Center Hamburg statt und bildet die gesamte Prozesskette des Fleischerhandwerks ab.

Auf insgesamt 7000 m2 präsentieren die Aussteller ihre Produkte, Innovationen und Dienstleistungen für Produktion und Verkauf. Die FH Nord findet nur wenige Gehminuten entfernt von der Internorga statt. Gemeinsam sind beide Veranstaltungen die perfekte Plattform für die wichtigsten Erlösbereiche des Fleischerhandwerks: Klassischer Thekenverkauf, Heißtheke und Catering.

Ob kleiner Snack für Zwischendurch, Mittagstisch oder Fertiggerichte: Vom wachsenden Außer-Haus-Verzehr profitieren mittlerweile die meisten Fleischereibetriebe und haben sich mit ihrem Angebot darauf eingestellt. So sind für viele Unternehmen Heißtheke, Imbiss, Catering und Partyservice schon heute der zweitwichtigste Erlösbereich nach dem klassischen Thekenverkauf. Diese Entwicklung nimmt die Hamburg Messe und Congress GmbH auf und ergänzt die Internorga, als Leitmesse für den Außer-Haus-Markt um die FH Nord, die neue Messe für das Fleischerhandwerk im Norden. Während hier vom 15.-17. März rund 100 Aussteller die gesamte Prozesskette des Fleischerhandwerks präsentieren, finden Fleischer ein umfangreiches Angebot für ihr Außer-Haus-Geschäft auf der Internorga. Eine einzigartige Kombination, durch die Fleischer zukünftig alles für ihre zentralen Geschäftsbereiche an einem Ort finden.

Mit Partyservice und Mittagstisch punkten

58 Prozent der Fleischereibetriebe sehen im Snackbereich mit Heißer Theke, Imbiss, Catering und Mittagstisch großes Wachstumspotential. Mittlerweile spielt der Außer-Haus-Verzehr bei den Fleischer-Fachgeschäften bundesweit 10 Prozent des Branchenumsatzes ein, so der Deutsche Fleischerverband. Wer sich darauf einstellt, kann also gute Geschäfte machen. Dabei sind Kreativität und Phantasie gefragt, denn ausschließlich mit belegtem Brötchen oder heißer Bockwurst ist es nicht getan. Kunden lieben Bewährtes, wollen aber dennoch aus einem vielfältigen Angebot auswählen und immer wieder etwas Neues ausprobieren.

Längst darauf eingestellt hat sich Christian Lohff, Inhaber der Fleischerei Christian Lohff aus Lübeck-Travemünde. Vor Ort betreut der Fleischermeister drei Geschäfte mit insgesamt elf Mitarbeitern in der Küche, die sich um Mittagstisch, Partyservice oder Salatbuffet kümmern. Auf der Karte stehen vor allem traditionelle und auch vegetarische Gerichte, täglich wird frisch gekocht. Jeden Monat wird ein neuer Menüplan entwickelt aus dem die Kunden dann zwischen mehreren Gerichten auswählen können. 250 bis 300 Mittagessen gehen so täglich über die Ladentheke, davon ungefähr die Hälfte als „to Go“. Daher spielen Verpackungsgeräte und Versiegelungstechniken für Lohff mittlerweile auch eine große Rolle. „Das Geschäft hat sich total verändert. Vor zehn Jahren waren wir noch vielmehr eine reine Fleischerei. Wollten die Kunden beispielsweise zu Weihnachten noch ganze frische Gänse, ist heutzutage die Nachfrage nach einzelnen Keulen groß. So bieten wir mittlerweile um diese Jahreszeit ca. 250 Keulen mit Klößen und Rosenkohl fix und fertig eingepackt an“, erläutert Lohff.

Auf 80 bis 90 Mittagessen pro Tag kommt Metzgermeister Herwig Lesser in seinem Geschäft in Hamburg, davon gehen ein Drittel als „to Go“ über die Ladentheke. Sein Geschäft mit rund 50 Sitzplätzen liegt an einer Hauptverkehrsstraße. Viele Kraft- und Berufsfahrer steuern das Geschäft um die Mittagszeit an. „Mit dem Mittagstisch machen wir mittlerweile unseren stärksten Umsatz, dicht gefolgt vom Partyservice“, sagt Lesser.

Laut Deutschem Fleischerverband bieten mittlerweile insgesamt 60 Prozent der fleischerhandwerklichen Betriebe in Deutschland stationäre Imbisseinrichtungen in Verbindung mit einer heißen Theke an und sehen auf diesem Absatzweg noch deutliches Entwicklungspotential.

Für Fleischer, die sich über ihr Kerngeschäft hinaus informieren wollen und die aufgrund ihres Außer-Haus-Geschäftes nicht nur am Thema Fleisch, sondern gleichzeitig an Angeboten für den Außer-Haus-Markt interessiert sind, bieten Internorga und FH Nord den perfekten Rahmen.

Attraktives Rahmenprogramm auf der FA Nord

Spannende Wettbewerben, interessante Workshops und informative Vorträgen bilden das Rahmenprogramm, das von der Hamburger Fleischerinnung sowie den Landesverbänden aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern entwickelt wurde.

Die Wettbewerbe

Beim Zerlegewettbewerb zeigen Fleischergesellinnen und -gesellen ihr Können. Aufgabe ist es, einen Schweineschinken in seine fünf Hauptteile zu zerlegen und aus diesen weitere Produkte zu schneiden (z.B. Schnitzel oder Rollbraten). Drei Prüfer begleiten den Wettbewerb und beurteilen neben der Schnelligkeit auch die saubere Schnittführung sowie die Optik der küchenfertigen Produkte. Der Sieger gewinnt einen Platz in einem Meisterkurs der ersten Norddeutschen Fleischerfachschule Hamburg im Wert von 2.600 Euro.

Die Auszubildenden der norddeutschen Berufsschulen sind ebenfalls zu einem Wettbewerb eingeladen. Die Klassen treten in einem Plattenwettbewerb zum Thema „Barbecue“ gegeneinander an. Dabei sind die Teams aus angehenden Fleischern und Fachverkäuferinnen aufgefordert, ansprechende Grillplatten zu legen. Die Prüfer achten besonders auf einwandfreie handwerkliche Technik und individuelle Grillideen.

Die Wurstprüfung

Gesucht werden die beste Leberwurst und der beste Rohschinken! Alle Fleischer-Fachgeschäfte mit der f-Marke aus Norddeutschland sind aufgefordert, Wurstproben einzuschicken. Auf der FH Nord beurteilen Prüfer aus den beteiligten Landesverbänden die Proben und bewerten neben Geruch und Geschmack auch Aussehen und Konsistenz der einzelnen Erzeugnisse. Die hochwertigen Produkte werden mit Gold-, Silber-, oder Bronzestatus ausgezeichnet und die jeweiligen Betriebe erhalten eine Urkunde.

Die Workshops

Am Montag, den 16. März werden vormittags und nachmittags je drei Workshops angeboten. Zielgruppe sind Fleischer mit einem Ladengeschäft, willkommen sind alle Interessierten. Der angesehene Berater und Trainer Fritz Gempel gibt praxisnahe Tipps zur Erhöhung der Servicequalität im Fleischer-Fachgeschäft.

Der aktuelle Ernährungstrend tendiert zu weniger Fleisch auf dem Teller. Welche Chancen sich gerade auch deswegen für Meisterbetriebe auftun, erklärt die Diplom-Oecotrophologin Barbara Krieger-Mettbach.

Martin Heinzig, Fachmann für den Bereich Lebensmittelkennzeichnung, erläutert neueste Richtlinien und berichtet von ersten Erfahrungen aus der Praxis.

Das Wurst-Tasting

Beim Wurst-Tasting kommt es auf die Geschmacksnerven der Besucher an. Eine im Vorfeld entwickelte „Messe-Wurst“ wird während der FH Nord am Stand der Fleischerverbände Norddeutschlands zum Verkosten angeboten. Wer kann die Hauptzutaten herausschmecken?

Eintrittspreise FH Nord: 15 Euro, Berufsschüler: 8 Euro. Kombi-Ticket Internorga inklusive FH Nord: 31 Euro (Berufsschüler 16 Euro).

www.fh-nord.de

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