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FachPack: Branchentreff in Nürnberg

Mit rund 1.400 Ausstellern und gut 35.000 Fachbesuchern zählt die FachPack zu den renommiertesten Verpackungsmessen in Europa. Vom 25. bis 27. September 2012 präsentiert sie im Messezentrum Nürnberg ein umfassendes Angebot an Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik, vor allem auch für die Nahrungsmittelbranche.

FachPack: Branchentreff in Nürnberg
Vom 25. bis zum 27. September 2012 trifft sich die Verpackungsbranche auf der FachPack in Nürnberg. -

Die Verpackungswirtschaft muss sich ständig neuen Herausforderungen stellen. Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen, politische Vorgaben und technologischer Fortschritt sind die treibenden Kräfte für stetige Innovationen und für die Weiterentwicklung von Produkten und Verpackungslösungen. Platz, Energie und Material sparen – das sind die beherrschenden Themen, die die Verpackungsindustrie derzeit bewegen. Und letztlich sorgt schonender Umgang mit Ressourcen auch für mehr Effizienz in der Wertschöpfungskette.

Fleisch und Fleischwaren stellen besondere Anforderungen an Verpackungen, Verpackungsmittel und an die Verpackungstechnik. Der Schutz der sensiblen Ware, die Verlängerung der Haltbarkeit, Lager- und Transportfähigkeit, die Kennzeichnung sowie die verbraucherfreundliche Handhabung sind nur einige Aspekte, die bei der Vermarktung und der Kaufentscheidung der Konsumenten eine Rolle spielen.

So saftet frisches Fleisch naturgemäß zum Beispiel aus. Eine Vakuum-Weichfolien-Verpackung aus zwei Kammern sorgt daher für trockenes Lagern in der Verpackung. Dabei nimmt die getrennte Aktiv-Vakuum-Kammer Fleischsaft und Luftsauerstoff aus den Randbereichen des Produktes auf. Das Fleisch behält die vom Verbraucher geschätzte rote Färbung. Die zweite Verpackungskammer vermeidet beim Öffnen den Kontakt mit dem abgegebenen Fleischsaft, ein Rückfließen ist systembedingt ausgeschlossen. Das neue Konzept spart auch Kosten in der Herstellung: Durch das Vakuumsystem der zweiten Kammer wird auf Saugeinlagen verzichtet. Eine spezielle Folienzusammensetzung ist nicht erforderlich. Die Standardfolienlösungen eignen sich für ein breites Produktspektrum.

Funktionale Verpackungslösungen helfen außerdem, fetthaltige, panierte oder brotartige Lebensmittel knusprig und schmackhaft in der Mikrowelle zuzubereiten. Feuchtigkeit und Fett wandern während des Garvorgangs durch eine perforierte Siegelfolie und werden von einer Zwischenlage aufgesaugt. Auch nicht panierte Produkte, wie etwa Schinkenspeck, gelingen so in der Mikrowelle deutlich knuspriger. Die Verpackung besitzt zudem thermoisolierende Eigenschaften. Diese senken die Außentemperatur der Verpackung nach der Zubereitung in der Mikrowelle und ermöglichen das problemlose Anfassen des Beutels. In Verbindung mit leicht zu integrierenden, komfortablen Öffnungsmechanismen ist so eine zeitsparende, leichte Entnahme des zubereiteten Essens gewährleistet. Ein zusätzliches Dampfventiletikett ermöglicht besonders schonendes Dampfgaren, das natürlichen Geschmack und Vitamine erhält.

Die flexible Verpackung kann vollflächig bedruckt werden und besitzt mit einem Sichtfenster ein ansprechendes Design. Sie wird auf herkömmlichen Form-Fill-and-Seal-Anlagen verarbeitet und kann eine Bag-In-Box Suszeptor-Verpackung ersetzen. Suszeptoren bestehen aus einer auf Folie aufgedampften Metallschicht. Sie strahlen Wärme ab, um Lebensmittel zu bräunen. Die neue Mikrowellenverpackung spart diese Materialien ein, und wird teilweise aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt.

Versiegelte Schalenverpackungen sind für Frischeprodukte oder Tiefkühlmenüs gefragt. Die so verpackten Produkte bieten ein hohes Maß an Convenience, sind dank modifizierter Atmosphäre haltbar und schnell zubereitet. Die Maschinenhersteller bieten platzsparende Maschinen, etwa durch eine zweispurige Ausfertigung der Traysealer für das vollautomatische Verpacken großer und mittlerer Chargen. Ein Traysealer mit zwei autarken Spuren zur Schalenversiegelung kann mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gleichzeitig verschiedene Produkte in unterschiedlichen Formaten und Füllgewichten verarbeiten – mit jeweils auf diese Produkte angepasster Schutzatmosphäre. Dadurch reduzieren sich Stillstandzeiten, weil für den Produktwechsel jede Spur einzeln anhält, während auf der anderen weiter produziert wird.

Folienrollen mit einem Durchmesser von bis zu 450 mm garantieren längere Produktionszyklen. Verarbeitet werden alle Schalenformate und Folientypen. Moderne Servotechnologie sorgt für eine kontrollierte Schalenförderung und Folienzufuhr bei Hochgeschwindigkeit. Die integrierte Kontrollwaage scheidet fehlgewichtige Schalen vor der Versiegelung aus. Die Siegelköpfe schalten sich bei Störungen automatisch ab. So kann der Traysealer weiterlaufen und die Schalenzufuhr automatisch regulieren. Werkzeugwechsel sind schnell und einfach erledigt.

Durch die offene Konstruktion der Maschinen sind alle Maschinenteile für eine einfache Reinigung gut zugänglich. Andere zweispurige Traysealer-Konzepte optimieren automatisch die Prozessgeschwindigkeit sowie die Transportbewegungen für den gewünschten Ausstoß und setzen neue Maßstäbe bei Prozesssicherheit, Effizienz und Hygienedesign. Zur Kartonierung der fertigen Traypackungen ist die Verpackungslinie mit einem Vier-Achs-Roboter ausgestattet. Das Handhabungsmodul verfügt über drei Freiheitsgrade der Bewegung sowie eine optionale Drehachse.

Für Kunststoffverpackungen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, gilt seit 2011 die EU-Verordnung Nr. 10/2011. Unternehmen, die solche Kunststoffe verarbeiten oder verwenden, müssen prüfen, ob ihre Produkte auch die Anforderungen der neuen Verordnung erfüllen.

Zudem limitiert die neue Norm den Einsatz verschiedener Stoffe hinter funktionalen Barrieren. Während diese Verordnung europaweit gültig ist, wird in Deutschland derzeit die so genannte Druckfarbenverordnung erarbeitet. Dabei geht es um Stoffe, die unbeabsichtigt in den Vorprodukten, aus denen Verpackungen für Lebensmittel hergestellt werden, oder in den im Produktionsprozess eingesetzten Hilfsmitteln enthalten sein können. Unter anderem ist hier Migration durch Druckfarben und Lacke ein Thema.

Fast jedes Produkt landet nach der Produktion im Lager. In der Lagerlogistik kommt es auf sichere Transportverpackung und eindeutige Identifizierung an. Komplettanbieter für Lagertechnik stellen neben Behältern auch Regaltechnik her.

www.fachpack.de

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