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Evenord 2022 abgesagt

Nach zumindest gefühlt überstandener Corona-Pandemie bringen nun die Verwerfungen aufgrund des Ukraine-Krieges den Messekalender durcheinander: Wegen der stark gestiegenen Rohstoffpreise, der zunehmenden Lieferprobleme in der Branche sowie der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage hat sich die Fleischergenossenschaft Evenord entschieden, ihre für Oktober 2022 geplante Innovationsmesse abzusagen.

„Wir bedauern diesen Schritt sehr, sehen uns aber leider dazu gezwungen“, sagt Evenord-Vorstand Christian Tschulik. „Wir wollen Metzgern und Gastronomen eine tolle Fachausstellung bieten, aber das lässt die aktuelle Situation einfach nicht zu.“ Nach zweijähriger pandemiebedingter Zwangspause war für 8. und 9. Oktober der Neustart der Evenord-Innovationsmesse in Halle 3 der NürnbergMesse geplant. Auf 12.700 qm Hallenfläche erhofften sich die Veranstalter bis zu 200 Aussteller und (wie 2019) über 4000 Besucher. Das Ziel, ein besonderes Erlebnis für alle Aussteller und Besucher zu schaffen, sowie den vielfältigen Auf- und Ausbau von Geschäftsbeziehungen und Kundenkontakten zu ermöglichen, sah man wegen der genannten schwierigen Rahmenbedingungen aber in Gefahr.

Dem Vernehmen nach tun sich viele Lieferanten und Maschinenhersteller so kurz nach der Weltleitmesse IFFA in Frankfurt schwer mit Zusagen für weitere Ausstellungsteilnahmen – gestörte Lieferketten und Preisturbulenzen machen eine Planung fast unmöglich. Olaf Zaulig, Geschäftsführer der Evenord Service GmbH, bestätigt am Stammsitz der Evenord in Nürnberg-Altenfurt: „Das betrifft ja nicht nur Lebensmittel wie Öle und Fette, sondern auch Edelstahl für Maschinen, Plastik für Zubehör oder Papier für Tüten.“

Für die Zukunft hofft man auf ein stabileres, positives Umfeld. „Es wird wieder eine Evenord-Messe geben“, verspricht Evenord-Vorstandsmitglied Martin Holch. Der gelernte Metzgermeister will dabei dem Produktsortiment Fleischereimaschinen sowie Live-Aktionen, Vorführungen und Fachvorträgen zu Technik- und Produktneuheiten viel Raum geben. Events möglichst vieler beteiligter Firmen sollen die Besucher zum Staunen und Diskutieren bringen und der Ausstellung Attraktionen und Leben verleihen. Zu dieser modernen Messekonzeption laufen die internen Planungen weiter.

Christian Tschulik dankt allen Kunden und Lieferanten, die sich schon für 2022 als Aussteller angemeldet hatten. Er hofft, dass sie der Genossenschaft auch 2023 und 2024 (im 100. Jubiläumsjahr der Evenord!) treu bleiben und dafür sorgen, die 1968 erstmals durchgeführte Fachausstellung zum Besuchermagneten für Fleischer, Gastronomen und Hoteliers aus Franken, Thüringen und Sachsen zu machen. Ihr Angebotsspektrum reicht von Fleischerei- und Gastronomiebedarf über Feinkost und Dekoartikel bis zu Geräten und Ladeneinrichtungen. Ein neuer Veranstaltungstermin für die 52. Auflage soll zeitnah bekanntgegeben werden.

www.evenord-messe.de

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