Markt -

Erzeugerpreise gesunken

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Juni 2015 um 1,4 % niedriger als im Juni 2014. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fielen die Erzeugerpreise gegenüber Mai 2015 um 0,1 %.

Die Preisentwicklung bei Energie wirkte sich auch im Juni 2015 besonders stark auf die Entwicklung des Gesamtindex aus. Die Energiepreise waren um 4,4 % niedriger als im Vorjahresmonat und sanken gegenüber Mai 2015 um 0,4 %.

Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise um 0,2 % niedriger als im Juni 2014. Gegenüber Mai 2015 stiegen sie geringfügig um 0,1 %.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Juni 2015 um 1,5 % niedriger als im Juni 2014, stiegen aber gegenüber Mai 2015 um 0,1 %. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 2,8 % weniger (+ 0,1 % gegenüber Mai 2015). Besonders stark gingen im Vergleich zum Juni 2014 neben den Preisen für Zucker (– 32,6 %) die Preise für Milch und Milcherzeugnisse zurück. So kostete Butter 16,4 % weniger, gegenüber dem Vormonat Mai sanken die Preise um 2,9 %. Milch war um 15,6 % billiger als im Juni 2014. Die Preise für Fleisch (ohne Geflügel) waren um 6,8 % niedriger. Dagegen kosteten Süßwaren 4,1 % mehr als vor einem Jahr. Die Preise für Kaffee waren um 10,5 % höher als im Juni 2014.

Vorleistungsgüter, d.h. Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden, waren im Juni 2015 um 0,4 % billiger als im Juni 2014. Gegenüber dem Vormonat Mai 2015 blieben die Preise unverändert. Futtermittel für Nutztiere kosteten 6,9 % weniger als ein Jahr zuvor, Getreidemehl 5,8 % weniger. Chemische Grundstoffe waren 4,3 % günstiger. Betonstahl kostete 4,4 % weniger als im Juni 2014, jedoch stiegen die Preise gegenüber Mai 2015 um 1,5 %. Metalle insgesamt waren hingegen um 0,8 % teurer als ein Jahr zuvor.

Investitionsgüter waren im Juni 2015 um 0,7 % teurer als im Juni 2014, Gebrauchsgüter um 1,3 % (beide + 0,1 % gegenüber Mai 2015).

www.destatis.de

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