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Erzeugerpreise für Rinder und Schlachtschweine gestiegen

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Februar 2022 um 22,5 % höher als im Februar 2021, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Dies ist der höchste Preisanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Mai 2011. Gegenüber Januar 2022 stiegen die Preise um 3,3 %. Die Preise für tierische (+21,4 %) und für pflanzliche Erzeugnisse (+23,8 %) erhöhten sich deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Entwicklungen der Erzeugerpreise im Februar 2022 stehen noch nicht in Zusammenhang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar, da die Erhebung der landwirtschaftlichen Erzeugerpreise bereits zum Stichtag 15. Februar erfolgt ist.

Erzeugerpreise für Rinder und Schlachtschweine gestiegen
Die Preise für Rinder haben sich im Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32,5 % erhöht. -

Die Preise für tierische Erzeugnisse lagen im Februar 2022 um 21,4 % über den Preisen von Februar 2021. Im Januar 2022 hatte der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat bereits 19,2 % betragen. Der Milchpreis lag im Februar 2022 um 30,1 % über dem Vorjahresmonat; im Januar 2022 waren es +25,9 % im Vorjahresvergleich. Grund hierfür ist weiterhin vor allem ein knappes Rohmilchangebot.

Die Preise für Rinder haben sich im Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32,5 % erhöht. Damit setzte sich der schon in den vergangenen Monaten zu beobachtende Trend steigender Preise fort (Januar 2022: +30,7 % gegenüber Januar 2021). Im Wesentlichen ist der Preisanstieg hier auf die gesunkene Produktion bei gleichzeitig gestiegener Nachfrage zurückzuführen. Auch bei Schafen und Ziegen wurden steigende Preise beobachtet (+12,3 % gegenüber Februar 2021).

Die Preise für Schlachtschweine lagen im Februar 2022 um 3,6 % über denen des Vorjahresmonats. Der Preisanstieg im Februar 2022 ist durch eine geringere Schlachtschweineproduktion und eine etwas stärkere Nachfrage unter anderem durch die Gastronomie begründet. Im Februar 2021 war die Nachfrage aufgrund coronabedingter Schließungen und fehlender Großveranstaltungen vergleichsweise gering, die Preisveränderung gegenüber dem Vorjahresmonat betrug damals -36,0 %.

Höhere Preise für pflanzliche Erzeugnisse

Der Preisanstieg bei den pflanzlichen Produkten ist unter anderem auf die seit Juli 2020 steigenden Getreidepreise zurückzuführen. Diese lagen im Februar 2022 um 31,3 % über dem Vorjahresmonat. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Monate fort. Im Januar 2022 hatte die Vorjahresveränderung +28,5 % betragen. Ausschlaggebend für die Preissteigerungen bei Getreide ist die hohe Nachfrage sowohl von deutschen Mühlen als auch aus dem Ausland.

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Februar 2022 um 12,5 % niedriger als noch vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -8,3 %.

Auch Gemüse war im Februar 2022 um 5,6 % günstiger als im Februar 2021. Ausschlaggebend waren vor allem die Preisrückgänge bei Salat mit -9,9 %.

Speisekartoffeln verteuerten sich im Februar 2022 nochmals. Die Preise stiegen im Vergleich zu Februar 2021 um 87,6 %. Im Januar 2022 hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat bereits +66,4 % betragen. Der Preisanstieg im Februar ist vor allem auf witterungsbedingt geringe Erntemengen und ein relativ niedriges Preisniveau im Februar 2021 zurückzuführen. Damals gab es aufgrund von großen Erntemengen und der fehlenden Nachfrage der Gastronomie durch Corona einen Preisrückgang im Vorjahresvergleich von 51,7 %.

Die Preise für das Handelsgewächs Raps verteuerten sich im Februar 2022 um 52,2 % im Vergleich zu Februar 2021. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Monate weiterhin in abgeschwächter Form fort. Im Januar 2022 waren die Preise noch um 60,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Die weiterhin hohen Preise liegen hier vor allem an der knappen Versorgungslage bei gleichzeitig hoher Nachfrage, beispielsweise für Herstellung von Biogas oder die Verwendung von Raps als Treibstoff (Biodiesel).

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