Technik -

Erst verwiegen, dann marinieren

Ishida, Schwäbisch Hall, präsentiert ein bahnbrechendes System für das Marinieren von Fleisch, Geflügel und Fisch: Orbicote kombiniert eine Mehrkopfwaage mit einem neuentwickelten Mariniersystem im Anschluss an die Verwiegung. Die Maschine senkt den Marinadeverbrauch und ermöglicht wirtschaftlichere Abläufe.

Orbicote wurde im September mit dem Award der britischen Processing and Packaging Machinery Association (PPMA) ausgezeichnet. Im Unterschied zu herkömmlichen Anlagen mariniert Orbicote nach der Verwiegung. Die präzise dosierten Produktportionen werden in zwölf Mini-Behälter verteilt. Erst in diesen werden sie mit der Marinade durchmischt, welche ein volumetrisches System hinzugefüglt hat. Die kreisförmig arrangierten Behälter sind genau synchronisiert mit der Mehrkopfwaage und dem Verpackungssystem, wie zum Beispiel einem Traysealer. Das Resultat sind rundum marinierte Fleisch-, Geflügel- und Fischprodukte, die sauber abgepackt werden können.

Orbicote arbeitet sehr produktschonend und erreicht eine Geschwindigkeit von 55 Verpackungen pro Minute. Anders als beim „nassen“ Verwiegen bleibt die Mehrkopfwaage frei von Marinadeanhaftungen, was Einsparungen von bis zu acht Prozent bedeutet. Zur zusätzlichen Verbrauchsreduzierung verfügt die Mehrkopfwaage über eine patentierte Funktion, die Fehlgewichte erkennt und zurückweist, bevor sie in das Mariniersystem gelangen. Bei Linienstopps, verursacht durch vor- oder nachgeschaltete Anlagen, kann Orbicote als Puffer dienen und anschließend ohne Reset sofort weiterarbeiten. So lässt sich beispielsweise vermeiden, dass leere Schalen zur Versiegelung befördert werden. Ein weiterer Pluspunkt: Mit Orbicote können Anwender gleichzeitig zwei verschiedene marinierte Produkte verarbeiten.

Weitere Links
© fleischerei.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen