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Ernährungsindustrie wächst

Im Juli 2012 erreichte die Ernährungsindustrie einen Umsatz von 13,9 Mrd. Euro, ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Preisbereinigt stieg der Branchenumsatz um +3,8 Prozent. Die Exporte verzeichneten im Juli 2012 einen Zuwachs von +11,1 Prozent im Vorjahresvergleich, insgesamt wurden 4,1 Mrd. Euro im Ausland umgesetzt.

Der kalenderbereinigte Produktionsindex sank im Juli 2012 weiter um -1,3 Prozent. Der Wachstumsschub im Juli stimmt zuversichtlich; dennoch bleiben Marktrisiken bestehen.

Die witterungsbedingte Angebotsknappheit hält die Preise für Agrarrohstoffe auf langfristigen Höchstständen. Im August 2012 stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel nur um +0,6 Prozent, lag damit aber noch immer +17,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Während die gesamtwirtschaftlichen Konjunkturrisiken die Stimmung in den meisten Industriezweigen drücken, sieht die Ernährungsindustrie ihre Geschäftslage positiv. Der Ifo-Geschäftsklimaindex erreichte im September 2012 den höchsten Stand der letzten fünf Monate. Für das Exportgeschäft blieben die Erwartungen auf hohem Niveau stabil.

Das Konsumklima zeigte sich laut GfK im September 2012 stabil. Die Konsumenten senkten ihre Einkommenserwartungen aufgrund der hohen Energiepreise und der geringen Arbeitsmarktdynamik. Doch die niedrige Sparneigung und die hohe Anschaffungsneigung stützen die Kauflaune.

Das Preisniveau in Deutschland blieb im August 2012 im Vergleich zum Vormonat stabil. Im Vorjahresvergleich stiegen der allgemeine Verbraucherpreisindex um 2,1 Prozent und der Index für Lebensmittel um +3,1 Prozent. Das entspricht der durchschnittlichen Teuerungsrate in diesem Jahr.

Die Ernährungsindustrie ist mit 550.000 Beschäftigten der viertgrößte Industriezweig in Deutschland und ein stabiler Arbeitgeber. Die Branche sichert verlässlich Versorgung von rund 100 Millionen Menschen mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln.

BVE

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