Betrieb -

Energiesparen im Unternehmen

Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden auch für Unternehmen immer wichtigere Themen: Wer die Energieeffizienz seines Betriebs steigert, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern kann gleichzeitig auch Kosten sparen. Das Einsparpotenzial liegt dabei im zweistelligen Prozentbereich. Wie Betriebe Energiekosten konkret senken können, welche Fördermöglichkeiten es gibt und wie sie die neue Technik optimal absichern, weiß Dr. Dominik Herrmann, Experte der Nürnberger Versicherung.

Die Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen sind so vielfältig wie die Betriebe selbst. „Um Energie zu sparen, gibt es allerdings ein paar Stellschrauben, an denen fast jeder Betrieb drehen kann“, so Dr. Dominik Herrmann. Dies betrifft beispielsweise die Heizungsanlagen, die Beleuchtung, die Arbeitsplätze und Kühlräume, aber auch Druckluftanlagen sowie die gesamte IT. Zunächst gilt es, einen Überblick über den unternehmenseigenen Energieverbrauch zu bekommen und Lösungen für eine Reduzierung zu finden. „Es kann hilfreich sein, alternativ oder zusätzlich einen Energieeffizienz-Berater zu beauftragen, der das Unternehmen auf mögliche Einsparpotentiale hin begutachtet“, empfiehlt der Experte der Nürnberger Versicherung. Mögliche Maßnahmen zur Energiekostensenkung können beispielsweise eine Optimierung der Verdampfungs- und Kondensationstemperatur bei der Kühltechnik sein. Auch eine LED-Beleuchtung spart Energie – mit dem richtigen Beleuchtungskonzept können in Handwerk, Gewerbe und Industrie die Energiekosten im Durchschnitt um bis zu 70 Prozent gesenkt werden.

Leitfaden fürs Energiemanagement

Wer für das Energiemanagement in seinem Unternehmen einen standardisierten Rahmen sucht, kann sich an einem Leitfaden, den das Umweltbundesamt zusammen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit entwickelt hat, orientieren. Hier finden Unternehmen aller Größen und aus jeder Branche Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung eines erfolgreichen Energiemanagements. Zudem zeigt der Leitfaden, wie der Zertifizierungsprozess zur Energiemanagementnorm ISO 50001 abläuft. „Auch wer keine ISO 50001-Zertifizierung plant, findet hier sinnvolle Tipps und Einsparpotenziale“, ergänzt Dr. Herrmann.

Fördermöglichkeiten nutzen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Betriebe, die ihre Energiekosten reduzieren möchten. Die Förderangebote umfassen zum Beispiel Verbesserungen im laufenden Betrieb: Wer durch eine effizientere Technologie oder durch eine Sanierung des Firmengebäudes Kosten senken möchte, kann von der Förderung profitieren. „Aber auch der Austausch alter Heizungsanlagen und die Errichtung von Photovoltaikanlagen wird unterstützt“, so der Experte. Abhängig vom konkreten Projekt erhalten Unternehmen entweder einen direkten Zuschuss oder einen Kredit ausgezahlt. Weitere Informationen finden Interessenten unter www.kfw.de/Energie-Umwelt/Förderprodukte.

Absicherung der neuen Technik

Damit neue Geräte und Maschinen für den Ernstfall geschützt sind, sollten Unternehmen auch an die richtige Absicherung denken. Denn Feuer, Blitz, ein Wasserschaden, aber auch Einbruchdiebstahl oder Vandalismus können zu Schäden und damit zu hohen finanziellen Verlusten führen. Eine Inhaltsversicherung ersetzt zum Beispiel den Neupreis für alle Einrichtungsgegenstände. Die Versicherung deckt mit ihrer Inhaltsversicherung auch die Mehrkosten ab, die bei einer Reparatur mit umweltfreundlichen Materialien, etwa schadstofffreien Mitteln, anfallen. Außerdem übernimmt sie die Mehrkosten, wenn defekte Geräte im Schadenfall durch umweltfreundliche Wasser- und Energiespargeräte ersetzt werden. „Abhängig davon, ob ein Unternehmen in eine Photovoltaikanlage, eine neue Heizungsanlage oder eine neue IT-Anlage investiert hat, sind zudem spezielle Absicherungen, beispielsweise über eine Photovoltaik- oder Elektronikversicherung, sinnvoll“, so Dr. Herrmann.

www.nuernberger.de

© fleischerei.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten