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Dänische Vereinbarung fürs Tierwohl

Der dänische Minister für Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei, Dan Jørgensen, sowie Organisationen mit Interessen in und an der Schweineproduktion, haben eine Vereinbarung über die Verbesserung des Tierschutzes und das zukünftige Wachstum in der Schweineproduktion getroffen. Beteiligt sind unter anderem die führenden dänischen Tierschutzverbände, Dyrenes Beskyttelse und Dyrenes Venner, sowie der Dänische Fachverband der Land- und Ernährungswirtschaft (DFLE), Kopenhagen/Dänemark. Auch Vertreter des Veterinärverbands, des Einzelhandels und des Verbraucherschutzes haben die gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Die Vereinbarung definiert die Voraussetzungen für verbessertes Tierwohl sowie die künftige Nutzung des Wachstumspotenzials der dänischen Schweinebranche. Beschlossen und unterzeichnet wurde die Vereinbarung am 13. März 2014 auf einem vom Minister einberufenen „Tierschutzgipfel“.

Die Einsatzschwerpunkte liegen in der Landwirtschaft. Aber auch Einzelhandel und Konsumenten sollen mitziehen. Entsprechende Rahmenbedingungen sollen die Wettbewerbsfähigkeit der dänischen Landwirtschaft und damit Export­einkünfte und Arbeitsplätze sicherstellen. Nur so sind die für mehr Tierschutz notwendigen Investitionen finanzierbar. Die Vereinbarung beinhaltet folgende Ziele mit „unmittelbar in Angriff zu nehmenden Maßnahmen“:

  • Verbesserung der Ferkelüberlebensraten – bis 2020 zunächst um ein Ferkel pro Wurf.
  • Freilaufhaltung in Abferkelställen – spätestens 2020 für mindestens 10 Prozent der Sauen. Ziel ist die Gruppen- oder Freilaufhaltung aller Sauen.
  • Ferkelkastration ohne Betäubung soll bis spätestens 2018 durch alternative Lösungen ersetzt werden.
  • Markante Reduzierung der Anzahl von schwanzkupierten Ferkeln.
  • Verstärkter Einsatz zur Senkung der Fälle von Magengeschwüren bei Sauen und Mastschweinen.
  • Fokus auf neue Stallsysteme zur Verbesserung des Tierwohls.
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