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BGN: Sicherheitstipp Handmesser

Auch wer Stechschutzkleidung trägt, ist bei der Arbeit mit Handmessern nicht immer vor Stichverletzungen gefeit. Ein Sicherheitsfaktor ist die Breite der benutzten Messerklinge: Beim Schleifen der Messer wird Material von der Klinge abgetragen. Die wird dadurch im Laufe der Zeit immer schmaler. Ist der vordere Bereich zu schmal, kann er das Geflecht aus Kettenringen der Stechschutzausrüstung durchdringen.

Ob ein Messer noch tauglich ist, lässt sich mit einer Messerprüflehre erkennen, die die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) anbietet. Ragt die Klinge dabei durch die Lehre hindurch, darf das Messer nicht weiter benutzt werden.

Messerspitzen abrunden

Ein weiteres Beispiel, wo bei unsicheren Messern Verletzungsgefahr besteht, sind die Messerspitzen. Grundsätzlich werden spitze Klingen nur bei wenigen Arbeiten gebraucht. So haben BGN-Untersuchungen in der betrieblichen Praxis gezeigt, dass Messer mit leicht abgerundeter Spitze zum Beispiel beim Ausbeinen weder die Qualität beeinflussen noch die Arbeit behindern. Im Gegenteil haken solche Messer seltener in den Knochen ein.

Fakt ist: Abgerundete Klingen mindern die Verletzungsrisiken in allen Betriebsbereichen, in denen Handmesser verwendet werden. Die BGN empfiehlt deshalb Messer mit abgerundeter Spitze. Wo das möglich ist, sollte beim Schleifen eine Rundung mit ca. zwei Millimetern Durchmesser hergestellt werden.

Weitere Informationen finden sich im Abschnitt „Umgang mit Handmessern“ der Arbeitssicherheits-Information (ASI) 10.6 „Arbeitsbedingungen im Fleischerhandwerk verbessern“, die die BGN für ihre Mitgliedsbetriebe bereithält.

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