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Belgischer Geflügelexport boomt

Der Aufwärtstrend der belgischen Geflügelfleischexporte hält an. Zum vierten Mal in Folge erzielten die Unternehmen im zurückliegenden Jahr mit 388.000 t frischem und tiefgekühlten Geflügelfleisch eine Rekordmarke. Wichtigste Auslandsmärkte für belgisches Geflügelfleisch sind die Niederlande (29,6 Prozent), Frankreich (29 Prozent) und Deutschland (10 Prozent). Stattliche 16 Prozent gehen in Drittländer. Belgisches Geflügel hat sich unter anderem dank des Qualitätssicherungssytems Belplume einen ausgezeichneten internationalen Ruf erworben.

Belplume hat sich in den letzten Jahren zum führenden Qualitätssicherungssystem für belgisches Bratgeflügel entwickelt. Die gesamte Branche - von den Brut- über die Aufzucht-, Vermehrungs- und Haltungsbetriebe, Futtermittelhersteller und Transportunternehmen bis zu den Schlachthöfen - ist in diesem System vertreten, über 90 Prozent der Bratgeflügelbetriebe sind inzwischen angeschlossen. Diese Betriebe lassen sich Jahr für Jahr durch neutrale, nach der EN-45011-Norm akkreditierte Prüfstellen auf Einhaltung des Belplume-Lastenheftes kontrollieren.

Das Qualitätssicherungssystem umfasst alle gesetzlichen Auflagen, so dass der Geflügelhalter automatisch die Vorschriften der Eigenkontrolle für den Bereich Geflügelhaltung erfüllt. Das Lastenheft enthält aber auch außergesetzliche Auflagen. Sie betreffen die Sicherung und den Austausch von Daten, die Einsicht in den Werdegang und den Status jedes Geflügelloses ermöglichen. Dies dient der Transparenz der Produktkette und sichert den Austausch aller für die Nahrungsmittelkette relevanten Informationen.

Dazu gehört ebenfalls ein einmaliges System der Rückverfolgbarkeit quer durch die gesamte Bratgeflügelfleisch-Produktkette, also vom Aufsetzen der Muttertiere für die Eintagsküken bis zum schlachtreifen Brathähnchen. Im Interesse des Tierwohlseins wurden kürzlich Zusatzauflagen in das Lastenheft für Bratgeflügelbetriebe aufgenommen. Die Belplume-Betriebe werden in Zukunft jährlich unter anderem auf Besatzdichte, Belüftungskapazität und Lichtintensität kontrolliert. Darüber hinaus sind Präventivmaßnahmen gegen Salmonellen ein Schwerpunkt in der Produktion von Geflügelfleisch. Im Hinblick auf die neue europäische Salmonellenverordnung, die voraussichtlich Ende dieses Jahres in Kraft tritt, wurden zusätzliche Schutzmaßnahmen in das Lastenheft eingebaut.

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