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Belgischer Frischfleischverzehr stabil

Der Pro-Kopf-Frischfleischverzehr in den belgischen Haushalten pendelte mit 32,8 kg auf dem Vorjahresniveau ein. Rind-, Schweinefleisch & Co. landeten nicht mehr so oft im Einkaufskorb. Deutlich mehr Appetit als im Vorjahr hatten die Belgier auf frische Fleischzubereitungen wie gemischtes Hackfleisch, Wurst, Schaschlik, Pita/ Gyros, Hamburger, Cordon bleu.

Als wichtigste Einkaufskanäle werden der Lebensmitteleinzelhandel und das Fleischerfachgeschäft mit einem Anteil von 42,9 bzw. 27,2 Prozent genannt. Der Lebensmitteleinzelhandel musste allerdings Terrain an die Nachbarschaftsmärkte und Harddiscounter abgeben, deren Marktanteil auf 17,3 bzw. 6,7 Prozent steigt.

Der Frischfleischanteil am Gesamtpaket „Frischfleisch, Frischfisch, Geflügel, Kleinvieh und Wild“ liegt bei 58,8 Prozent (-0,6 Prozent gegenüber 2009). Einzig die frischen Fleischzubereitungen konnten innerhalb der verschiedenen Fleischsorten zulegen und ihre Vorreiterrolle mit 34 Prozent am gesamten Frischfleischvolumen weiter ausbauen (+1,4 Prozent).

Frischfleisch ist mit 96 Prozent der klare Favorit bei den belgischen Verbrauchern (Tiefkühlfleisch 4 Prozent). 2010 kaufte der Belgier im Schnitt 31,6 kg Frischfleisch (ohne Geflügel und Wild) und damit genau so viel wie ein Jahr zuvor. Aufgrund des angezogenen Fleischpreises (+1,1 Prozent) legten die Ausgaben pro Kopf mit 283,14 Euro ebenfalls um ein Prozent zu. Im Jahr 2010 kauften zwar mehr Belgier Fleisch als 2009 (97,4 statt 96,7 Prozent), doch die Einkaufsmengen blieben hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

Die frischen Fleischzubereitungen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit bei den Privathaushalten: Ihr Anteil liegt bei 10,8 kg/Person, gefolgt von Schweine- und Rindfleisch mit 9,5 bzw. 8,5 kg/Person. Nach einer leichten Erholung im Vorjahr sank der Kalbfleischverzehr 2010 erneut auf 1,3 kg/Person. Auf Schaf- und Lamm- sowie Pferdefleisch entfallen 940 bzw. 300 g. Schweinefleisch stand 2010 nicht mehr so häufig auf dem Einkaufszettel (-2 Prozent). Dies spiegelte sich im Marktanteil wider: 30 Prozent statt 30,5 Prozent ein Jahr zuvor. Aufgrund gestiegener Preise (+2,6 Prozent) legten die Ausgaben um 0,6 Prozent zu.

Die Rindfleischmengen waren gegenüber 2009 um ein Prozent rückläufig. Der höhere Preis kompensierte den Volumenrückgang, so dass die Ausgaben auf dem Vorjahresniveau von 93,2 Euro/Person einpendelten.

Nach einer leichten Erholung im Jahr 2009 verlor Kalbfleisch erneut an Terrain. Im Schnitt kaufte der Belgier vier Prozent weniger Kalbfleisch als 2009 - der Marktanteil sank auf 4,1 Prozent. Schaf- und Lammfleisch standen ebenfalls seltener auf dem Einkaufszettel der Belgier. Das Volumen büßte 6,6 Prozent ein. Der Marktanteil fiel auf drei Prozent zurück. Pferdefleisch musste mit -13,7 Prozent empfindliche Einbußen hinnehmen.

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