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Auf zum Eicheln sammeln!

Eichelmast war in Hohenlohe jahrhundertelang die traditionelle Form der Schweinemast. Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH), Wolpertshausen, knüpft mit der alten Landrasse der Schwäbisch-Hällischen Schweine (g.g.A.) an die Tradition an.

Die Muschelkalkböden der Region bieten einen besonders guten Nährboden für Eichen. Das wussten sich schon die Menschen früher zu Nutze zu machen. Noch bis in die 1940er Jahre war die so genannte Hute auch in Hohenlohe verbreitet. Die Hirten trieben die Schweine in die Eichen- und Buchenwälder, um sie dort mit den Waldfrüchten zu mästen. So entstanden auch die so genannten Hutewälder, deren Kennzeichen bis heute Eichen mit mächtigen Baumkonen sind.

Die alte Landrasse ist so robust wie vital und daher für das Leben auf der Weide besonders geeignet. Hier versorgen sich die Mohrenköpfle, wie sie in Hohenlohe ihrer charakteristischen Färbung wegen genannt werden, mit Eicheln, Wurzeln, Kräuter und Beeren. Zusätzlich bekommen die Schweine Getreideschrot und Bohnenschrot sowie 20 Prozent getrocknete Eicheln zu fressen. Fleißige Schulklassen und Vereine sorgen dafür, dass die Lieblingsspeise der Schweine auch in der nächsten Saison verfügbar ist. Ein Landwirt trocknet die Früchte mit der Abwärme seiner Biogasanlage und macht sie so lagerfähig.

Die BESH ruft auch in diesem Jahr wieder zur Sammelaktion auf. 0,60 Euro gibt’s pro Kilogramm Eicheln in bar oder als Einkaufsgutschein im Regionalmarkt Hohenlohe in Wolpertshausen.

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