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Antibiotika-Datenbank gestartet

Am 1. April 2012 hat die QS Qualität und Sicherheit GmbH mit der Inbetriebnahme der Antibiotika-Datenbank VetProof ein breit angelegtes Antibiotika-Monitoring- und Reduzierungsprogramm gestartet. Mehr als 25.500 Schweinemast- und 4.000 Geflügelmastbetriebe aus dem In- und Ausland werden gegenwärtig von der Datenbank erfasst. Die Tierärzte der Betriebe sind zur Meldung aller Antibiotikagaben an die Datenbank verpflichtet.

Antibiotika-Datenbank gestartet
Seit Anfang September 2012 läuft das QS-Antibiotika-Monitoring auch in der Schweinemast. -

„Mit dem Antiobiotika-Monitoring im QS-System erfassen wir etwa 90 Prozent der Schweinemast und 95 Prozent der Geflügelmast in Deutschland. Die gemeldeten Daten geben uns einen genauen Einblick in die gegenwärtige Praxis der Antibiotika-Abgabe an Nutztiere. Diese Daten werden wir zur intensiven Beratung der Landwirtschaft und - sofern erforderlich – auch zur Einleitung konkreter Reduzierungsmaßnahmen nutzen“, so Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH in Bonn.

Das Antibiotika-Monitoring für die Geflügelmastbetriebe im QS-System läuft seit dem 1. April 2012. Nach der Registrierung von insgesamt 4.090 geflügelhaltenden landwirtschaftlichen Betrieben ist die Erfassung aller Antibiotikagaben in der Geflügelmast angelaufen. Bereits Ende 2012 wird eine erste Auswertung für die Hähnchenmastbetriebe im QS-System möglich sein.

Seit dem 1. September 2012 läuft auch das Antibiotika-Monitoring im Bereich der Schweinemast. Insgesamt 25.436 Schweinemastbetriebe sind in der Datenbank registriert, bereits mehr als 420 Tierärzte haben sich für die Teilnahme am QS-Antibiotika-Monitoring angemeldet – mit täglich steigender Tendenz.

Mit Blick auf den Beschluss des Bundeskabinetts erklärt Dr. Nienhoff: „Solange keine staatliche Antibiotika-Datenbank läuft, werden wir im Antibiotika-Monitoring und im Bestreben der Wirtschaft um eine Reduzierung auf die Daten setzen, die wir in unserem System von den praktizierenden Tierärzten erhalten. Im Hinblick auf die staatliche Antibiotika-Datenbank ist gegenwärtig alles offen. Wenn absehbar ist, dass eine staatliche Datenbank kommt, werden wir gemeinsam mit der Verwaltung, den Landwirten und den Tierärzten nach Wegen der Zusammenarbeit suchen. Denn eine doppelte Datenerfassung kann und darf es an dieser Stelle nicht geben.“

QS Qualität und Sicherheit GmbH

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