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Adalbert-Raps-Stiftung fördert erneut drei Stipendien zum Gewürz-Sommelier

Die Adalbert-Raps-Stiftung, Kulmbach, vergibt erneut drei Stipendien in Höhe von je 2.500 Euro für die Weiterbildung zum Gewürz-Sommelier. Wer sich jetzt bewirbt, kann sich ab Mitte Februar 2018 zum Experten der Gewürz- und Kräuterkunde, des Foodpairings und Foodcompletings sowie der Sensorik ausbilden lassen. Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung in der Lebensmittelbranche oder Gastronomie.

Ausgerichtet wird der berufsbegleitende Kurs vom bayerischen Cluster für Ernährung am Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn). In sechs jeweils zweitägigen Unterrichtsblöcken tauchen die Teilnehmer in neue Geschmackswelten ein und trainieren ihre Sinne, um auch feinste Noten wahrnehmen und interpretieren zu lernen. Was Würzkunst mit organischer Chemie zu tun hat und warum Lachs mit Lakritze harmoniert, vermittelt die Theorieeinheit im Block Foodpairing. Umfangreiches Basiswissen um Herkunft, Botanik, Anbaumethoden, Qualitätssicherung, Heil- und Gesundheitswirkung und vieles mehr stehen ebenfalls auf dem Unterrichtsplan.

Bewerbungsfrist endet am 9. Dezember 2017

Wer sich um eines von drei Stipendien in Höhe von 2.500 Euro bewerben und damit Seminargebühren und Übernachtungskosten decken möchte, sendet sein Motivationsschreiben mit Lebenslauf per E-Mail an Simone Aigner unter info@raps-stiftung.de. Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium im Lebensmittelbereich, ferner Berufserfahrung im Lebensmittelsektor, im Handwerk, der Gastronomie oder im Handel. Informationen zum Kurs und zur Bewerbung finden sich ab sofort unter der Webadresse: www.cluster-bayern-ernaehrung.de.

Drei Teilnehmer resümieren

Wer eines der drei begehrten Stipendien ergattert, trifft auf interessante Mitlernende, beispielsweise auf Menschen wie Jörg Kreidler, der im Juni als Stipendiat der Adalbert-Raps-Stiftung die Prüfung zum Gewürz-Sommelier bestand. Seinen neuen Job als Application Manager bei Mane, einem der weltweit führenden Aromen- und Duftstoffhersteller, fand er über einen Kontakt während des Seminars. Davor arbeitete er in der Produktentwicklung und kochte in Sternerestaurants, in renommierten Hotelküchen und auf Kreuzfahrtschiffen. Jörg Kreidler resümiert: „Man lernt von wahren Experten und geht viel tiefer in die Materie als im täglichen Experimentieren im Job. Ich konnte meine Sinne schärfen, meiner Kreativität neue Horizonte eröffnen und fand über das Kursnetzwerk sogar meinen neuen Arbeitgeber.“

Bernd Becker, ebenfalls ehemaliger Stipendiat, freute sich besonders darauf, unbekannte Gewürze, ihre Kombinationsmöglichkeit und die Heil- und Gesundheitswirkung von Kräutern und Gewürzen kennenzulernen: „Da ist viel Kenntnis verloren gegangen, auch was die Haltbarmachung betrifft, das Verhindern von Oxidation.“ Er arbeitet seit über 20 Jahren in der Forschung und Entwicklung bei Rügenwalder Mühle – stets auf der Suche nach neuen Rezepturen im vegetarischen und im Clean-Label-Bereich. Nach einer Fleischerlehre holte er das Abitur nach, studierte Lebensmitteltechnologie und führt heute ein zehnköpfiges Team.

Der mit 21 Jahren jüngste Stipendiat und frischgebackene Fleischermeister Christoph Schmidkunz erhoffte sich im Frühjahr 2017 mehr Sicherheit beim Anwenden von Gewürzen beim Wursten und neue Impulse zum Ausprobieren. Er ist außerdem Ernährungsberater, lehrt an der Berufsschule und betreut im väterlichen Betrieb drei Auszubildende. Seine Erwartungen wurden weit übertroffen.

www.raps-stiftung.de

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