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Ab sofort Zuschuss für Kälteanlagen

Seit Jahren kämpfte Konrad Ammon jun. aus Fürth gegen die Ungleichbehandlung kleiner und großer Betriebe bei der Bezuschussung moderner Kälteanlagen. Nun darf der Obermeister der Fleischer-Innung Fürth einen Erfolg feiern: Zum 1. Januar 2014 wurden die Richtlinien geändert, das Förderverfahren stark vereinfacht – nicht mehr erst ab 100.000 kWh Jahresverbrauch wird gefördert, sondern bereits ab 5 kW Leistungsaufnahme.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert im Auftrag des Bundesumweltministeriums Effizienzmaßnahmen an Klima- und Kälteanlagen bereits seit 2008. Seitdem wurden für mehr als 2.300 Anträge Zuschüsse von knapp 65 Mio. Euro ausgezahlt. Die novellierte Richtlinie sieht vor, dass künftig die installierte Leistung (kW) und nicht mehr wie bislang der Stromverbrauch (kWh) über die Förderfähigkeit einer Anlage entscheidet. Seit Januar werden bezuschusst:

  • Kompressions-Kälteanlagen mit 5 bis 150 kW elektrischer Leistungsaufnahme,
  • Kompressions-Klimaanlagen mit 10 bis 150 kW elektrischer Leistungsaufnahme,
  • Sorptionsanlagen mit 5 bis 500 kW Kälteleistung; Voraussetzung für die Förderung von Sorptionskälteanlagen ist, dass die Wärme aus KWK-Anlagen stammt oder Abwärme genutzt wird.

Anstelle einer umfangreichen Berechnung wird nunmehr die Effizienz der Gesamtanlage anhand eines „Kälteanlagen-Energieeffizienz-Ausweises“ entsprechend den verwendeten Komponenten bestimmt. Die Förderung der Beratung ist weiterhin eigenständig möglich. Gegenstand sind die Datenerhebung sowie die Konzipierung der geplanten Anlage. Die Bonusförderung für die Nutzung von Abwärme ist weiterhin möglich.

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