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400 Aussteller erwartet

Vom 12. bis 15. April 2012 findet zum sechsten Mal die deutsche Slow-Food-Leitmesse „Der Markt des guten Geschmacks“ in Stuttgart statt. Rund 400 Aussteller präsentieren auf der Genießermesse ihre regionaltypischen, handwerklich und nachhaltig erzeugten Spezialitäten.

Ein besonderes Highlight: Zum ersten Mal stellt sich Polen mit der nordöstlichen Provinz Podlachien vor. Der von Landwirtschaft und weitläufigen Naturparks geprägte Landstrich hat sich mit traditionellen Wurstwaren, eingelegtem Gemüse nach heimischen Rezepturen und vielen weiteren Genüssen angekündigt. Insgesamt wird der Anteil der internationalen Aussteller aus den europäischen Nachbarländern auf rund zehn Prozent wachsen.

„Wissen, was man isst“, lautet das Motto der Slow-Food-Bewegung. Der „Markt des guten Geschmacks“ setzt dies in einem besonderen Ausstellerkonzept um: Die Besucher kommen hier persönlich mit Erzeugern und Lebensmittelhandwerkern zusammen, die über ihre ausgestellten Köstlichkeiten informieren. Hersteller, die im gewöhnlichen Konsumentenalltag anonym bleiben, bekommen hier ein Gesicht, ihre Lebensmittel eine Geschichte. Kurz: Verbraucher erfahren, was mit ihrem Essen auf dem Weg vom Feld bis auf den Teller geschieht.

Zur Messe zugelassen werden ausschließlich Aussteller, die sich den anspruchsvollen Slow-Food-Qualitätskriterien unterwerfen. Dies bedeutet insbesondere, dass die angebotenen Produkte gemäß dem Grundsatz „gut, sauber, fair“ hohe Ansprüche an den Geschmack erfüllen und in handwerklicher Art, weitgehend frei von Zusatzstoffen, sowie umwelt- und ressourcenschonend hergestellt werden. Alle Produkte werden einzeln geprüft und genehmigt. „Ein aufwändiges Verfahren, das uns aber von anderen Genuss- und Feinschmeckermessen deutlich unterscheidet“, sagt Lilo Haug, Projektleiterin der Slow-Food-Messe.

Einen eigenen Standbereich widmet die Messe dem Thema Biodiversität. Artenvielfalt bedeutet Geschmacksvielfalt - in diesem Wissen präsentiert Slow Food deutsche und internationale Passagiere der „Arche des Geschmacks“ sowie Produkte der Vermarktungsförderkreise, den Slow Food „Presidi“. Die beiden Projekte der „Slow Food Stiftung für Biodiversität“ schützen weltweit regionale Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen, sichern kulturelles Wissen und unterstützen die regionale Wertschöpfung. Lebende Archepassagiere zum Anfassen sind die besondere Attraktion auf der Messe: Im Messepark zwischen den Hallen lassen sich Prachtexemplare alter Rinderrassen wie Murnau Werdenfelser, Hinterwälder oder Original Braunvieh im Allgäu bestaunen, streicheln und erleben.

Die Wertschätzung von Lebensmitteln erlebbar zu machen, ist auch das Ziel des Rahmenprogramms. Es vermittelt Wissen über Lebensmittel vom Ursprung bis zum Teller, beleuchtet den politischen, sozialen und kulturellen Kontext von Essen und überrascht die Gaumen der Besucher mit aufregenden Geschmackserlebnissen. Ein Höhepunkt für Weinliebhaber ist die Vinothek - eine Hommage an die Vielfalt und Qualität des deutschen Weins.

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