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100 Jahre Avo

Mit Produkten für die Verarbeitung und Veredelung von Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Feinkost, Fertiggerichten, Backwaren und Molkereiprodukten bietet Avo, Belm, seit 100 Jahren den Geschmack, der Kunden und Verbraucher national und international überzeugt.

Am 15. September 1921 gründeten August Beisse, Friedrich Vodegel sen. und Friedrich Schnittker die „Handelsgesellschaft für Bodenerzeugnisse m.b.H. Drei Jahre später wurden Gewürzmischungen zur Herstellung von Wurstwaren für Fleischereien und Hausschlachtungen produziert. 1929 war August Beisse alleiniger Inhaber und änderte die Firmierung in „Avo-Werke G.m.b.H August Beisse“.

Während der Weltwirtschaftskrise nahm man Hilfsmittel in das Sortiment auf. Ab 1936 wurde das Portfolio um Suppen, Saucen, Brühpasten sowie Kaltschalen erweitert. Das Gemüse lieferte das dafür erworbene Gut Habighorst bei Celle.

Im Krieg wurden die Firmengebäude zerstört. Nach dem Wiederaufbau übernahm Dr. Otto Breun die Leitung des Unternehmens und erwarb die Kapitalmehrheit. Seither ist Avo im Familienbesitz.

Aus dieser Zeit stammen Marken, die bis heute bekannt sind: Avoplas, Avo-glut, Avo-Blitz, Avo-Gold und Meisterclub. Zum Wachstum trugen auch die Herstellung und der Vertrieb von Schinken- und Bratennetzen bei, deren Patent Avo innehatte. 1968 bezog man in Belm Powe den neuen Firmensitz. Anfang der 1990er setzte sich der Trend zu Convenience-Produkten durch: Avo war Entwicklungspartner der Fleisch- und Wurstwarenindustrie zur Herstellung von industriell produzierten und SB-verpackten Fleischspezialitäten. In diese Zeit fällt die Geburtsstunde von Lafiness, MariTop und Liq-Würz.

Seit 1996 wird das Unternehmen von Bernhard Loch und Guido Maßmann geleitet. Der Jahresumsatz stieg von 1995 bis 2020 von 44 auf fast 200 Millionen Euro. Das Unternehmen wuchs von 252 auf 650 Mitarbeitende.

Laut Pressemitteilung entwickelte sich Avo in dieser Zeit zum Marktführer im Bereich der Verarbeitungsgewürze in Deutschland und Europa. Der wirtschaftliche Erfolg spiegelt sich auch in permanenten Investitionen wider. 2020 erfolgte die jüngste Werkserweiterung: Der Neubau des Logistikzentrums für Fertigwaren mit Hochregallager.

Dass man gut für die Zukunft gerüstet ist, zeigt sich auch in Zeiten der Pandemie. „Wir kommen vergleichsweise gut durch die aktuelle Krise und werden das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzplus abschließen“, sagt Geschäftsführer Guido Maßmann. „Zudem konnten wir viele Entwicklungen im digitalen Bereich beschleunigen. Wir sehen darin die perfekte Ergänzung zu unseren 65 Mitarbeitern im Außendienst.“

Parallel dazu werden die Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit vertieft. Es ist das erklärte Ziel der Geschäftsführung, Belm zum klimaneutralen Produktionsstandort zu transformieren. Angesichts dieser Herausforderungen blicken die Geschäftsführer Guido Maßmann und Bernhard Loch zuversichtlich in die Zukunft. „Avo steht für Kontinuität, Verlässlichkeit Flexibilität und Innovationskraft,“ sagt Bernhard Loch.

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