Fachwissen im Verkauf | 20.03.2017

Herbsüße Tamarillo: Die Baumtomate aus Südamerika

Die Tamarillo ist in Deutschland noch wenig bekannt. Es lohnt sich aber, das exotische Obst und seinen besonderen Geschmack zu testen.

Bild: Ruth Rudolph / www.pixelio.de
Die eiförmige Beerenfrucht Tamarillo (Baumtomate) ist eng mit unserer Tomate verwandt und sieht ihr... mehr »

Für den puren Genuss wird die Frucht ausgelöffelt – ähnlich wie eine Kiwi. Das Fruchtfleisch lässt sich aber auch süß und pikant zubereiten. Tamarillo schmeckt in einem Obst- oder Geflügelsalat und verarbeitet zu Saft, Konfitüre, Suppen, Soßen und Chutneys. Eine Prise Zucker mildert den Bittergeschmack und unterstreicht das herbsüße Aroma. Die Schale ist ungenießbar und kann durch dünnes Schälen oder kurzes Blanchieren entfernt werden.

Wer das Obst nascht, versorgt seinen Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen. Es sind nennenswerte Mengen Vitamin C (15 bis 42 mg pro 100 g), Vitamin E, B6, Provitamin A und die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie Ballaststoffe, Flavonoide und Carotinoide enthalten.

Die Tamarillo (Cyphomandra betacea) ist in den Anden Südamerikas beheimatet und ein Nachtschattengewächs. Sie wird auch Baumtomate genannt, da sie eng mit unserer Tomate verwandt ist und ihr im Anschnitt sehr ähnlich sieht. Geschmacklich gibt es allerdings kaum Parallelen. Ursprünglich wächst die eiförmige Beerenfrucht in tropischen Höhenlagen von 1.000 bis 2.500 m. Die Früchte hängen in Trauben an langen, dünnen Stielen an einem immergrünen Baum. Sie werden in der Regel fast vollreif, aber noch fest und am Stiel geerntet. Die glatte Haut ist bei voller Reife dunkelrot, manchmal aber auch violett oder gelb gefärbt. Das rötliche Fruchtfleisch ist am Rand fest und zur Mitte hin geleeartig mit zahlreichen essbaren Samenkernen.

Die Tamarillo wird nicht nur in Südamerika, sondern auch in Neuseeland, Kalifornien, Kenia und einigen Ländern Südostasiens angebaut. Die Neuseeländer gaben ihr vor 50 Jahren den Namen „Tamarillo“, der sich international durchgesetzt hat. Auf dem deutschen Markt ist hauptsächlich Ware aus Kolumbien erhältlich.

Heike Kreutz, www.aid.de

 
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