„beroobi“ zeigt die Arbeitswelt des Fleischers
Foto: DFV Hauptdarsteller Sebastian Hollmeyer (r.) mit „Chef“ Peter Inhoven und Filmteam. mehr Bilder
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    Der Begriff „beroobi“ leitet sich von „Berufsbild“ ab. Dahinter verbirgt sich ein speziell für Internetnutzer von 14 bis 20 Jahren zugeschnittenes Informationsangebot, das über eine Reihe von Ausbildungsberufen informiert. Das Portal ist ein Projekt von „Schulen ans Netz e.V.“; in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fleischer-Verband wurde im Frühjahr 2010 ein eigenes „beroobi“ für den Fleischerberuf entwickelt, das nun ans Netz gegangen ist.

    „Das Besondere an ‚beroobi‘ ist die konsequente Ausrichtung auf das Mediennutzungsverhalten der Zielgruppe“, hebt DFV-Pressesprecher Gero Jentzsch hervor. Jugendliche, die sich täglich in der Welt von YouTube, SchülerVZ oder Facebook bewegten, haben andere Bedürfnisse und Gewohnheiten als erwachsene Internetnutzer. Deshalb liegt der Schwerpunkt beim „beroobi“ für Fleischer auf multimedialen und interaktiven Darstellungsformen. Das Ziel des Konzepts von „beroobi“ ist es, die Jugendlichen durch neue Ansätze zum selbst gesteuerten Entdecken und Ausprobieren anzuregen und einen persönlichen Bezug zum Thema herzustellen.

    So gebe es bei dem neuen Online-Berufsbild zwar eine Startseite, danach stehen dem Besucher aber viele Wege offen, sich zu informieren, beschreibt Jentzsch den Aufbau des Fleischer-„beroobi“. „Selbststeuerbare Video- und Audiosequenzen, Fotoshows und Grafiken bieten anschauliche und vielseitige Formen der Informationsdarstellung. Verschiedene Interaktionswerkzeuge ermöglichen eine direkte und aktive Teilnahme am Angebot. Selbsteinschätzungen, Meinungsbilder und Wissenstests laden zur Auseinandersetzung mit Inhalten ein.“

    Dabei verzichtet die Webseite auf allzu umfangreiche Beschreibungen, stattdessen setzten deren Macher auf kleine, verständliche Informationseinheiten in jugendgerechter Sprache, verbunden mit einem hohen Grad an Visualität. Ein weiterer bedeutender Faktor ist die Authentizität der Hauptperson, die den Nutzer durch die verschiedenen Bereiche des „beroobi“ begleitet. Ein unverwechselbares Gesicht und hohe Praxisnähe sollen zu einer großen Akzeptanz bei den Jugendlichen führen.

    So zeigt Jungfleischer Sebastian Hollmeyer aus der Düsseldorfer Metzgerei Peter Inhoven seinen Berufsalltag mit Hilfe von Videos, Interviews, Bildern und Audiokommentaren möglichst realistisch und beginnt beispielsweise den typischen Arbeitstag um viertel nach fünf Uhr morgens. Auf einer abgebildeten Uhr kann der interessierte Nutzer den typischen Tagesablauf des jungen Fleischers nachverfolgen, immer wieder unterbrochen durch kurze Filme oder Bildergalerien. Zusätzlich gibt es multimedial aufbereitete Frage- und Antwortspiele, Tests sowie Interviews mit „Chef“ Peter Inhoven, der die Anforderungen an den zukünftigen Fleischernachwuchs und die Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung beschreibt.

    Mit dieser außergewöhnlichen Darstellungsweise und dem hohen Grad an Interaktivität wurde „beroobi.de“ inzwischen mit dem Grimme Online Award in der Kategorie Wissen und Bildung ausgezeichnet. Die Jury des Award zeigte sich begeistert von der Anschaulichkeit und Praxisnähe des Online-Portals, das Jugendliche bei ihrer Berufswahl unterstützt.

    Mit dem Grimme Online Award werden vom Adolf-Grimme-Institut seit 2001 qualitativ hochwertige Websites ausgezeichnet. Eine unabhängige Nominierungskommission und Jury bewerten sowohl inhaltliche, funktionale als auch gestalterische Aspekte. Die gläsernen Trophäen zum zehnjährigen Jubiläum des Grimme Online Award wurden den Preisträgern zum Abschluss des medienforum.nrw am 30. Juni in der Kölner Vulkanhalle überreicht.