Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2010 58,35 Mio. Schweine in Deutschland geschlachtet. Dies entspricht einem Plus von 3,6 Prozent. Die Zahl der importierten Schweine, meist aus den Niederlanden und Dänemark, belief sich auf 5,2 Mio. und hatte einen Anteil von 9 Prozent an den Gesamtschlachtungen. Die Produktionsmenge wurde um 3,8 Prozent auf 5,4 Mio. t erhöht. Die Zahl der Rinderschlachtungen blieb 2010 mit 3,79 Mio. stabil. Durch deutlich gestiegene Schlachtgewichte lag die Nettoerzeugung von 1,2 Mio. t um 0,8 Prozent über der Menge des Vorjahres.

Wegen der seit Jahren steigenden Schlachtzahlen hat sich das Exportgeschäft auch in 2010 positiv entwickelt. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes betrug das Ausfuhrvolumen bei Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen 2,52 Mio. t  (+4 Prozent gegenüber Vorjahr). Dies ist besonders auf zunehmende Lieferungen nach Russland und China zurückzuführen. Auch Zukunftsmärkte wie Weißrussland, Südafrika und die Philippinen konnten deutlich zulegen. Die Lieferungen in andere EU-Mitgliedsländer blieben mit 1,8 Mio. t weiterhin auf hohem Niveau, ihr Anteil an den gesamten Schweinefleischexporten ging dabei auf 75 Prozent zurück.

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Die Einfuhr von Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen verringerte sich um rund 2 Prozent auf 1,2 Mio. t.

Die Exporte von Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen in Drittländer konnten gegenüber 2009 auf rund 70.000 t fast verdoppelt werden. Hierzu trugen die Marktöffnung der Türkei und die gestiegene Nachfrage aus Russland bei. In den EU-Mitgliedstaaten wurden dagegen etwa 5 Prozent weniger abgesetzt als ein Jahr zuvor. Insgesamt ergibt sich bei der Ausfuhr im Rindfleischsektor ein Minus von etwa 3.000 t auf 494.000 t.

Die Einfuhr von Rind- und Kalbfleisch ging im Jahr 2010 um 7 Prozent gegenüber den Vorjahreswerten auf 303.000 t zurück. Nahezu unverändert blieb dabei die Drittlandseinfuhr mit circa 61.000 t. Aus Argentinien konnten jedoch nur noch rund 28.000 t und damit etwa 22 Prozent weniger Rindfleisch als im Vorjahr importiert werden. Der größte Anstieg ging auf das Konto der USA, die von einem neu eingerichteten Einfuhrkontingent profitierten und deren Liefermenge nach Deutschland von rund 500 t auf 3.200 t wuchs.

Die Unternehmen der deutschen Fleischwarenindustrie haben im vergangenen Jahr 1.478.479 t Wurstwaren hergestellt (+1,3 Prozent). Nicht enthalten sind Warengruppen wie Schinken, die statistisch nicht berücksichtigt werden. Um 3,4 Prozent konnten Rohwürste zulegen. Die Produktionsmenge stieg von 429.399 t auf 443.983 t. Bei Brühwürsten stieg die Produktion um 0,9 Prozent auf 861.906 t. Ein leichtes Minus ergab sich bei den Kochwürsten, hier ging die Menge um 1,7 Prozent auf 172.590 t zurück.

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