Es ist nun mal eine Tatsache, dass in der Umwelt nahezu überall Mikroorganismen gefunden werden können und dass unsere Welt ohne die winzigen Organismen kaum funktionieren würde. Es ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden absolut unerlässlich, die Anzahl und Vermehrung von pathogenen – krankmachenden – Keimen zu reduzieren. Dazu werden in der Fleischwirtschaft, im Fleischerhandwerk und in der Industrie, enorme Anstrengungen unternommen, die Sauberkeit und Hygiene auf einem möglichst hohen Niveau zu erhalten. Denn nur so können auf Dauer eine hohe Qualität und Verbraucherzufriedenheit garantiert werden.

Bei den genannten Clostridien, die den neuerlichen Gammelfleischskandal verursacht haben sollen, handelt es sich um Clostridium Estertheticum, eine relativ kältetolerante und resistente Keimart, die sich in der Tat erstaunlich häufig auf vakuumverpackten Rindfleisch nachweisen lässt. (fleischerei.de hat bereits darüber berichtet ). Solange das Fleisch im Vakuum gelagert wird, kann es durch diese Keime zum Verderb kommen. Das Fleisch ändert dabei seine Farbe und verströmt einen ekelerregenden Geruch nach Erbrochenem. Zudem blähen sich die Packungen stark auf. Das Fleisch ist in seinem Geruch und Geschmack stark verändert und ist nicht mehr verzehrsfähig. Da würde sich kaum ein Verbraucher täuschen lassen, auch nicht durch Umpacken oder Umetikettieren der verdorbenen Waren.

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Frisches Fleisch ist ein leicht verderbliches Lebensmittel. Ursachen für den Verderb gibt es vermutlich tausende und mit guter Hygiene und Kühllagerung lässt sich der Verderb hinauszögern. Verhindern können wir ihn aber auf Dauer nicht. Von den genannten Clostridien geht keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit aus, sie machen nicht krank. Sie sind nur ein Baustein im Recylingsystem der Natur. Der eingangs zitierte, neuerliche Gammelfleischskandal ist aus diesem Grund vermutlich auch nur dort zu finden, wo die Redakteure ihn beschworen haben, in der Medienlandschaft.