Kühler Umgang mit Fleisch
Foto: Kiesling Kühltransporter sorgen für die Einhaltung der Kühlkette auch beim Transport. Großes Bild

Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fleischprodukte sind bei einer kühlen Temperatur von +2°C bis +7°C zu lagern; für Hackfleisch-Erzeugnisse gilt die Vorgabe, eine Lagertemperatur von unter +4°C sicherzustellen.

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Das Wachstum und die Vermehrung von Mikroorganismen, die Fleisch und Lebensmittel verderben oder gar vergiften können, ist stark von äußeren Einflüssen, wie Nährstoffangebot, verfügbares Wasser, Salztoleranz, Säuretoleranz und auch der Temperatur abhängig. Entsprechend ihrer optimalen Wachstumstemperatur werden Mikroorganismen in drei Klassen eingeteilt: in kältetolerante, gemäßigte und hitzetolerante.

Für Fleisch und Fleisch-Erzeugnisse wurden verschiedene Mikroorganismenarten bestimmt, die besonders häufig vorkommen und von denen eine latente Gefahr für den Menschen ausgehen kann. Diese Keime gehören alle in die Klasse der kältetoleranten, und ein Wachstum ist unter sonst optimalen Bedingungen bis zu –15°C feststellbar. Einzelne Arten, wie zum Beispiel Salmonellen, tolerieren jedoch nur Temperaturen bis +6°C. Da auf Fleisch und Fleischwaren keine optimalen Bedingungen für Mikroorganismen herrschen, kommt es also bei Temperaturen von unter +4°C zu einer sehr starken Verzögerung der Keimwachstums und somit zu einer deutlichen Verlängerung der Haltbarkeit.