Geflügeldöner und Imbissbetriebe besonders im Visier
Foto: aid Geflügeldöner wurden bei der Lebensmittelüberwachung 2008 besonders unter die Lupe genommen. Großes Bild

Als besonders problematisch wird in diesem Zusammenhang eine unzureichende Garung im Fall von Geflügelfleischdöner eingeschätzt, wegen der möglichen Gefahr von Krankheitserregern wie Salmonellen und Campylobacter. Im Ergebnis der durchgeführten Kontrollen wurden bei mehr als einem Viertel der Betriebe Mängel in der Betriebshygiene oder Verstöße gegen die allgemeinen Grundsätze der Hygienepraxis festgestellt. Krankheitserreger konnten allerdings nicht nachgewiesen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt waren Pflanzenschutzmittelrückstände. In mehr als 73 Prozent der Proben von Kartoffeln, Spinat, Zwiebeln, Apfelsaft, Distelöl, Olivenöl (natives extra) und Schokolade wurden keine Rückstände festgestellt. In Reis, Gurken, grünen Bohnen, Karotten und Pfefferminzblättertee fanden sich dagegen häufiger Rückstände. In der chemischen Analyse wurde im Aufguss des Rooibustees in etwa dreiviertel aller Proben Rückstände nachgewiesen.

Überschreitungen werden übrigens verfolgt und gegebenenfalls geahndet. Falls Lebensmittel über den gesetzlich festgelegten Höchstgehalten einmal gegessen sind, besteht noch lange kein Grund zur Panik. Bei der Festsetzung werden nämlich Sicherheitsfaktoren berücksichtigt, so dass bei einer gelegentlichen Überschreitung keine gesundheitliche Gefährdung zu erwarten ist. Nichts desto trotz sind die Höchstgehalte von den Herstellern, Importeuren und Händlern einzuhalten, anderenfalls sind die Produkte nicht verkehrsfähig und dürfen nicht verkauft werden.


aid, Harald Seitz